Pianistin meistert virtuose Herausforderungen

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Gießen (pm). Im voll besetzten Musikhaus Schönau spielte die Gießener Pianistin Julia Reck anspruchsvollste Werke und ordnete diese zeitlich ein, indem sie Briefe der Komponisten bzw. der Biografen zitierte. Reck, geboren 1965 in Biberach a. d. Riß, studierte Klavier in Freiburg. Als Klavierpädagogin war sie an verschiedenen Musikschulen und als Lehrbeauftrage der JLU tätig. Seit 2005 unterrichtet sie selbstständig und begleitet den Eurythmie-Unterricht an der Waldorfschule in Marburg. Sie ist als Kammermusikpartnerin aktiv. Ihre größte Leidenschaft ist das Konzertieren mit ihren eigenen Programmen.

Gießen (pm). Im voll besetzten Musikhaus Schönau spielte die Gießener Pianistin Julia Reck anspruchsvollste Werke und ordnete diese zeitlich ein, indem sie Briefe der Komponisten bzw. der Biografen zitierte. Reck, geboren 1965 in Biberach a. d. Riß, studierte Klavier in Freiburg. Als Klavierpädagogin war sie an verschiedenen Musikschulen und als Lehrbeauftrage der JLU tätig. Seit 2005 unterrichtet sie selbstständig und begleitet den Eurythmie-Unterricht an der Waldorfschule in Marburg. Sie ist als Kammermusikpartnerin aktiv. Ihre größte Leidenschaft ist das Konzertieren mit ihren eigenen Programmen.

Im Musikhaus spielte Reck Werke von Johann Sebastian Bach, Clara Schumann und Ludwig van Beethoven. Jedes Werk ordnete sie in den jeweiligen musikgeschichtlichen Kontext ein. Das Eröffnungsstück, die Partita 4 in D-Dur BWV 828, sei nach der ersten Bach-Biografie eine "vortreffliche Klavierkomposition gewesen und (…) wer einige Stücke daraus recht gut vortragen lernte, könnte sein Glück in der Welt damit machen." Und Reck konnte sie trefflich spielen! Mit feinem Anschlag gelang es ihr durch einen singenden Klavierton ihr Publikum zu berühren. Das Konzert ging weiter mit den Trois Romances op.11 von Clara Schumann. Julia Reck beschrieb sie nicht nur als talentierte Pianistin, sondern auch als Komponistin, der in dem hauptsächlich männlich dominierten Musikbetrieb ihrer Zeit die Anerkennung verwehrt gewesen sei. Deshalb war es Reck ein Anliegen, von diesem wunderbaren Werk mit ihrer musikalischen Begeisterung zu überzeugen.

Nach der Pause erfreute sie das Publikum mit der Waldsteinsonate von Ludwig van Beethoven, Sonate C-Dur op. 53. Besonders diese Sonate interpretierte sie spannend bis zum Schluss und meisterte alle virtuosen Herausforderungen. Nach diesen emotionalen Darbietungen folgte die Pianistin dem Wunsch des Publikums nach einer Zugabe und spielte die Ballade g-Moll aus op. 118 von Johannes Brahms. Dieser wunderbare und absolut gelungene Abend weckte durchaus Lust auf mehr.

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