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Vor der Kantine des Polizeipräsidiums in der Ferniestraße steht nun ein Container, in den man Pfandflaschen werfen kann. Der Erlös geht an die Tagestätten der Lebenshilfe. FOTO: PM

Mit Pfandflaschen helfen

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Gießen(pm). Das Polizeipräsidium Mittelhessen und die Lebenshilfe Gießen erweitern ihre Kooperation. Nachdem die Lebenshilfe bereits seit 2018 die Fahrzeug-Innenreinigung von Polizeiautos übernimmt und die Lebenshilfe-Inklusionsfirma proLilo Gastrowelt gGmbH seit 2019 die Polizeikantine "Ferniestübchen" betreibt, konnte nun eine weitere Form der Zusammenarbeit vereinbart werden. Vor dem "Ferniestübchen" stellt die Lebenshilfe Gießen einen Container für Pfandflaschen ab.

Dieser wird fortan etwa alle zwei Wochen von Menschen mit Behinderung entleert, und die Pfand-Flaschen werden dann zu einem Getränkemarkt gebracht. Das erlöste Pfand erhält die Lebenshilfe. "Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Lebenshilfe Gießen und ihren MitarbeiterInnen gemacht. Es wäre schön, wenn sich diese Aktion mit dem Pfandflaschencontainer herumspricht und andere sich auch daran beteiligen", sagte Polizeipräsident Bernd Paul bei der Einweihung des Containers. Auch Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen, begrüßte die Bereitschaft der Polizei, ein weiteres inklusives Gemeinschaftsprojekt ins Leben zu rufen: "Wir sind sehr dankbar, dass Sie sich so engagieren."

Die Idee für den Pfandflaschencontainer resultiert aus einem bereits seit einigen Jahren orgnisierten Pfandflaschenprojekt des der Tagesförderstätte angehörigen "Projekts schreibender autistischer Menschen". Der Kontakt für die nun gestartete weitere Zusammenarbeit erfolgte aufgrund des Umstands, dass mit Björn Hebstreit (Tageförderstätten Lebenshilfe/Tafö) und Tanja Hebstreit (Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Polizeipräsidium Mittelhessen) zwei Geschwister bei Lebenshilfe und Polizei tätig sind. Von ihnen sowie von Ralf Martinez (Behindertenbeauftragter Polizei Mittelhessen) und Tagesförderstätten-Gruppenleiter Henning Fuhr ging nun die Initiative zugunsten des Projekts aus.

Unterstützung erfuhr das Vorhaben unter anderem durch die Tagesförderstätten-Leitung Karin Reuther. Die durch die Pfandabgaben generierten Einnahmen, verriet Henning Fuhr, werden zugunsten der Tafö-Mitarbeiter mit Behinderung eingesetzt: "Vielleicht, um mal ein Eis essen zu gehen."

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