Der Abriss ist geplant: Das Kinocenter in der Gießener Bahnhofsstraße.
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Der Abriss ist geplant: Das Kinocenter in der Gießener Bahnhofsstraße.

Petition gestartet

Gießen: Widerstand gegen Kinocenter-Aus formiert sich

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Eigentlich ist das Ende des Kinocenters in Gießen besiegelt. Eine neue Initiative will den Abriss dennoch verhindern.

Gießen – Die Debatte um das Kinocenter in der Bahnhofstraße geht weiter. In der Stadtverordnetenversammlung Anfang März wurde ein Antrag verabschiedet, der den Erhalt von Programmkino in Gießen sicherstellen soll, falls ein Abriss des Gebäudes nicht verhindert werden kann. Das Kinocenter sei aber noch nicht verloren, betont die Initiative #kinocenterbleibt.

Die Initiative entwickelt Zukunftsszenarien, in denen das Kinocenter an seinem jetzigen Standort erhalten werden könnte. »Denn wir brauchen das Kinocenter für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Erhalt cineastischer Kultur in der Stadt. Gießen hat ein Attraktivitätsproblem: Junge Menschen verlassen die Stadt nach dem Studium oft. Kulturräume abzuschaffen, wirkt diesem Problem sicher nicht entgegen«, heißt es in einer Pressemitteilung, die von Juso-Sprecher Jakob Lucifero unterschrieben ist. Das Kinocenter biete wunderbare Möglichkeiten, um es anderen Formaten wie Kabarett oder Konzerten zu öffnen. »So werden Leerstände in den einzelnen Räumen vermieden und die Wirtschaftlichkeit erhöht.«

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Zudem müsse geprüft werden, ob die Stadt das Kinocenter gegebenenfalls als kommunales Kino weiterbetreiben könne. Es bestehe auch die Möglichkeit, einen Förderverein zu gründen, »um das Kinocenter mit jährlichen Beitragszahlungen zu unterstützen«.

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Die Initiative versteht den Erhalt von Kulturraum und damit auch den Erhalt des Kinocenters als Querschnittsthema. Kultur gehe alle in der Stadt etwas an. Über die Einbindung unterschiedlicher Sozialorganisationen könnten auch inklusive Beschäftigungsformen gefunden werden. Es müssten noch andere Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, bevor das Kinocenter abgerissen werde.

Die Studierendenausschüsse von THM und JLU haben aufgerufen, sich mit einem Pappschild, auf dem steht, warum das Kinocenter bleiben soll, zu fotografieren und das Bild unter #Kinocenterbleibt auf Instagram oder Facebook zu teilen sowie die auf der Asta-Facebook-Seite per QR-Code verlinkte Petition zu unterschreiben. (red)

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