Wort zum Sonntag

Perspektive

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Wir schaffen das." Dieser Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor fünf Jahren wird oft zitiert und diskutiert. Gemeint war die Flüchtlingssituation im Herbst 2015. Mir gefällt dieser Satz als solcher. "Wir schaffen das." Mit dieser Perspektive möchte ich in einen neuen Tag starten. Mit dieser Perspektive möchte ich gerne Herausforderungen angehen, die uns als Gesellschaft aber auch jeder und jedem Einzelnen ganz persönlich begegnen.

Ich muss an unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter denken, die sich für unser neues Projekt "Junge Kirche Gießen" engagieren. In einer Zeit, in der die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen für viele Vereine und Kirchen immer herausfordernder wird, sagen wir als Team "Wir schaffen das". Und ich erlebe, wie junge Menschen sich Zeit zum Renovieren der Lukaskirche nehmen, die hoffentlich bald für viele junge Leute zu einem Ort wird, an dem sie sich ausprobieren und Dinge hinterfragen, zweifeln und lachen, Freundschaften schließen und Schritte des Glaubens wagen können.

Ich erlebe junge Erwachsene, die sich trotz düsterer Kirchenprognosen abends treffen und überlegen, wie sie Gleichaltrige einladen können um sich miteinander den Herausforderungen des Lebens zu stellen, ihren Glauben zu feiern, sich für andere einzusetzen und sich gegenseitig zu motivieren "Wir schaffen das". Dieser Satz kann unwahrscheinlich motivieren, den Blick nach vorne zu richten und Dinge anzugehen. Für mich schwingt in diesem Satz immer mit, dass wir in den Herausforderungen des Lebens nicht alleine unterwegs sind, sondern einen Gott an unserer Seite haben, von dem Jesus gesagt hat: "Für Menschen ist es unmöglich, aber für Gott ist alles möglich!" Diese Perspektive möchte ich immer mitdenken und mitglauben, wenn wir mit unlösbar scheinenden Situationen konfrontiert werden. "Wir schaffen das - mit Gottes Hilfe."

Alexander Klein, Gießen

ev. Stadtjugendpfarrer

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