Performance zur Scham auf der Studiobühne

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Gießen(pm). Scham ist immer mit kleinen Toden verbunden. Ein stetiges Sterben unserer Überzeugung, ein perfektes, sozialkonformes Leben zu führen. Das ATW-Masterabschluss-Projekt "Tausend Tode, die ich sterbe" zeigt in einer Theaterperformance einen bekannten Affekt in neuem Licht: am 4. und 5. Dezember jeweils um 20 Uhr im taT.

Die Performer Lisa Schettel, Laura Eggert, Constantin von Thun und Nils Weishaupt haben für die Produktion in einer großen Recherche persönliche Schamerlebnisse geteilt, sich der eigenen Scham untereinander ausgesetzt, Interviews mit Freunden und Familie, mit Forschenden und Expertn geführt. In "Tausend Tode, die ich sterbe" bringen sie diese Erlebnisse und Berichte an die Rampe.

Das Team erforscht, wie wir durch Berichte über schamvolle Ereignisse etwas darüber erfahren können, wie unser Miteinander gestaltet ist. Scham wird so zu einem lustvollen Suchen nach dem Sprechen über das, was uns erröten lässt. Und was passiert, wenn Scham in Fremdscham überschlägt? Was bleibt von einer Scham, wenn alle sich schämen? Im Idealfall: Die Einsicht, das Scham auch verbinden kann.

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