Corona-Krise

Patientenzahl hat sich in Gießen mehr als verdoppelt

  • Marc Schäfer
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In der vergangenen Woche sind die Corona-Fallzahlen in Gießen stark gestiegen. Die Zahl der stationär behandelten Patienten hat sich mehr als verdoppelt.

Gießen(mac). Die Entwicklung der Anzahl der Corona-Patienten in den heimischen Krankenhäusern ist besorgniserregend. Am Donnerstag wurden allein am hiesigen Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) insgesamt 121 Patienten mit einer Covid-Infektion behandelt, 40 davon auf den Corona-Intensivstationen, 81 auf mehreren Normalstationen. Das waren insgesamt 47 Patienten mehr als noch zu Beginn der Woche am Montag. Am gestrigen Freitag sank die Zahl der behandelten Patienten am UKGM erstmals wieder geringfügig ab - auf 116. 38 Corona-Patienten lagen gestern auf den Intensivstationen, 78 auf mehreren Normalstationen. Grund zum Durchatmen ist das allerdings nicht. Denn der Trend ist klar.

Vom 1. Dezember (53 Patienten) hat sich die Zahl bis zum gestrigen Freitag (116) mehr als verdoppelt. Der Anstieg erfolgte zunächst langsam. Am 10. Dezember versorgte das Klinikum 56 Patienten. In der vergangenen Woche kam es dann aber zu sprunghaften Anstiegen - 74 Patienten am Montag, 82 am Dienstag, 102 am Mittwoch und schließlich 121 am Donnerstag. Das war der bisherige Höchststand in der Corona-Pandemie.

Am Evangelischen Krankenhaus werden 18 Patienten mit Covid-Infektion behandelt. Auf der Intensivstation befinden sich zwei Corona-Patienten. "Der Anstieg der Fallzahlen macht sich in der Zahl der Patienten bemerkbar, welche aufgrund starker Symptomatik hospitalisiert werden müssen. Unsere Mitarbeitenden arbeiten über ihre Belastungsgrenzen hinaus", heißt es vom EV.

In der Stadt Gießen wurden am Freitag 719 aktive Corona-Fälle verzeichnet. Die Inzidenz lag bei 263,9 und damit erneut über dem kritischen Wert von 200.

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