Passgenaue Therapie

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Hirntumore sind im Vergleich zu anderen Krebsarten eher selten. Sie repräsentieren nur circa zwei Prozent aller Krebserkrankungen. Weil aber auch hier die frühzeitige Wahrnehmung der Symptome wichtig ist, luden die Neurochirurgische Klinik des Universitätsklinikums, Standort Gießen, und die Deutsche Hirntumorhilfe zu einer Informationsveranstaltung in das Großkrankenhaus ein. Hintergrund war der Welthirntumortag 2018.

Hirntumore sind im Vergleich zu anderen Krebsarten eher selten. Sie repräsentieren nur circa zwei Prozent aller Krebserkrankungen. Weil aber auch hier die frühzeitige Wahrnehmung der Symptome wichtig ist, luden die Neurochirurgische Klinik des Universitätsklinikums, Standort Gießen, und die Deutsche Hirntumorhilfe zu einer Informationsveranstaltung in das Großkrankenhaus ein. Hintergrund war der Welthirntumortag 2018.

Bei Vorträgen informierten Privatdozent Dr. Marco Stein und seine Kollegen über Entstehung, Behandlungsoptionen und Therapiekonzepte von Hirntumoren. Prof. Eberhard Uhl, Direktor der Neurochirurgischen Klinik, moderierte. Im Foyer des Klinikums konnte man erste Eindrücke gewinnen.

Stein unterschied zwischen primären Hirntumoren und solchen, die aus anderen Körperregionen metastasierend das Gehirn betreffen. Bei einem Pressegespräch erläuterte er geeignete Therapieprofile. Durch Operation, Strahlen- oder Chemotherapie können Eingriffe erfolgen.

In der Europäischen Union erkranken jährlich etwa 50 000 Menschen neu an einem primären Hirntumor. Seine bösartigste Form ist ein sogenanntes Glioblastom, berichtete Stein. Die mittlere Überlebensdauer von Hirntumorpatienten beträgt 14 bis 27 Monate. Jeder Tumor ist anders, insofern sei es wichtig, die individuell beste Therapieform zu wählen.

Ein Hirntumor hat Auswirkungen auf Sprache und Bewegung, Erkennen und Sehen. Angehörige werden früh in die psychosoziale Betreuung des Patienten eingebunden. Ziel ist es, die Lebensqualität in der verbleibenden Zeit bestmöglich zu erhalten. Deshalb bestehe auch eine enge Zusammenarbeit mit der Palliativmedizin, so Stein.

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