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Parkplatznot im Flussstraßenviertel: Bekommt Gießen ein neues Parkhaus?

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Im Asterweg ist stets kaum eine freie Parklücke zu finden. © Rüdiger Schäfer

Bei einem Runden Tisch im Flussstraßenviertel wird das Parkplatzproblem angesprochen und nach Lösungen gesucht. Im Raum steht der Bau eines Parkhauses.

Gießen - Peter Sommer, Moderator beim »Runden Tisch Flussstraßenviertel« im Nordstadtzentrum, war in der jüngsten Sitzung konfrontiert mit dem Parkproblem im Quartier südlich der Sudetenlandstraße. Lücken zum Parken werden zunehmend rarer, sodass auch hier nicht selten Parksuchverkehr herrscht. Selbst tagsüber sind freie Parkplätze oft rar. Sommer schlug als mögliche Lösung ein zu errichtendes Parkhaus vor, das zu einer starken Entlastung beitragen könne. Ein Vertreter der Wohnbau gab bezüglich der Bebauung des Anwesens in der Weserstraße am Bahndamm bekannt, dass mit dem Bauvorhaben voraussichtlich im Sommer 2023 begonnen werde. Die Fertigstellung sei für das Frühjahr 2025 geplant. In der Innenstadt hat die Gießen bereits eine App zum Parken eingeführt.

Lukas Morawietz von der Koordinierungsstelle Soziale Stadterneuerung sprach über die Verstetigung angestoßener Maßnahmen, da das Förderprogramm »Soziale Stadt« ausläuft, was auch das Flussstraßenviertel betreffe. So sei noch nicht sicher, inwiefern die Quartiermanagerin des Flussstraßenviertels, Frauke Kühn, ihren Arbeitsplatz behalten könne oder ob er möglicherweise auf eine halbe Stelle reduziert werde. Auch stehe nicht fest, ob der alte Kiosk als Beratungsstelle beibehalten werde oder dieser Service dann in das Nordstadtzentrum verlegt werde. Bei dem weiteren Verstetigungsprozess, der in Workshops ausgeführt werden soll, wolle die Stadt ein externes Beteiligungsbüro mit dessen Begleitung beauftragen. Dies sei allein deshalb sinnvoll, um den internen, oft engen Scheuklappenblick zu erweitern.

Stadt Gießen will „Kinderweg“ von Flussstraßenviertel zu Georg-Büchner-Schule

»Kinderwege aktiver gestalten« ist ein größeres Anliegen der Stadt. Zuletzt wurde an der Ecke Sudetenlandstraße/Asterweg eine zu den Straßen hin durch Staketenzäunung abgegrenzte Fläche angelegt, auf der die Kinder morgens auf dem Weg aus dem Flussstraßenviertel zur Georg-Büchner-Grundschule kurz innehalten können, um auf dem Trampolin zu hüpfen, auf einem Balken zu balancieren oder sich über Stelzenstämme zu hangeln. Das nächste Vorhaben dieser Art sei für den Asterweg bis zur Hausnummer 81 geplant, erzählte Morawietz. Hier soll der Vorgartenbereich der Wohnbau-Reihenhäuser ähnlich hergerichtet werden.

Ursprünglich war dieser »Kinderweg« auf der rechten Seite des Asterwegs mit den geraden Hausnummern geplant. Doch weil es für die Kinder keine sichere Überquerung an der Einmündung des Asterwegs in die Sudetenlandstraße gibt, um die Fußgängerampel über die Sudetenlandstraße in die Egerländer Straße zu erreichen, wird das Vorhaben nun auf der anderen Straßenseite ausgeführt.

Noch immer nicht in Sicht ist anscheinend eine Lösung für die Schulkinder, die in dem Areal nördlich des Schwarzlachweges zwischen Asterweg und Marburger Straße wohnen und den Asterweg an der für sie gefährlichen Stelle queren müssen. Dass viele besorgte Eltern ihre Sprösslinge weiterhin zu Fuß oder per Elterntaxi zur Schule bringen, liege auf der Hand. (ige)

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