Orthodoxe Christen feiern an diesem Wochenende Ostern

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Gießen(pm). Auch griechische Christen in und um Gießen müssen am orthodoxen Osterfest, eine Woche nach Ostern der evangelischen und katholischen Kirche, wegen des allgemeinen Gottesdienstverbots auf eine gemeinsame Feier verzichten. "Nachdem bereits am Karfreitag die traditionelle große Prozession um die evangelische Petruskirche ausgefallen ist, werden auch die Feierlichkeiten zur Auferstehung Christi leider unter Ausschluss der Gemeinde stattfinden müssen", sagt der aus Gießen stammende Pater Arsenios.

Glocken läuten Samstagnacht

Seine Gemeinde feiert seit vielen Jahren Gottesdienste und -feste in der Petruskirche. An den Feierlichkeiten in der Osternacht werden lediglich eine Psalmsängerin sowie aus ökumenischer Verbundenheit der Pfarrer der Petrusgemeinde, Matthias Leschhorn, teilnehmen. Evangelische Kirchengemeinden sowie die katholische St.-Bonifatius-Gemeinde in und um Gießen haben angekündigt, ihre Glocken Samstagnacht um 23 Uhr in Verbundenheit mit den orthodoxen Christen zu läuten. Das orthodoxe Ostern findet einige Tage nach dem Osterfest der westlichen Kirchen statt, da für die Bestimmung des Datums der Julianische Kalender verwendet wird.

Die Auferstehungszeremonie feiert Pater Arsenios am Samstagabend ab 22 Uhr mit Gebeten und Psalmgesängen. "Sie endet um 23 Uhr mit dem Osterjubelruf: Christos anesti, alithos anesti, das heißt, Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden", erläutert Pater Arsenios. Dabei werde er das Osterlicht entzünden. Anschließend wird er die orthodoxe Osterliturgie feiern.

"Auch wenn meine Gemeinde nicht dabei sein kann, ist es für sie wichtig zu wissen, dass ich die Liturgie feiere, an der sie in Gedanken zu Hause teilnehmen werden." Videoaufnahmen der Feier werden anschließend in den sozialen Netzwerken unter den griechisch-orthodoxen Christen geteilt.

In und um Gießen leben etwa 150 griechische Familien. Der Gemeindebezirk von Pater Arsenios reicht aber weit über Wetzlar und Herborn bis nach Korbach im Norden Hessens und umfasst rund 2500 Menschen.

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