Oliver Kahn spricht vor 1300 Zuhörern

Gießen (alb). Lernen vom Titan - das konnten am Freitagabend rund 1300 Zuhörer bei der Mitgliederversammlung der Volksbank Mittelhessen in den Hessenhallen.

Erinnern Sie sich noch an den 3. April 1999? In Diensten des FC Bayern München biss Torwart-Heißsporn Oliver Kahn, damals 29, dem Dortmunder Stürmer Heiko Herrlich in den Hals. Es war eine Szene von vielen in der Karriere des gebürtigen Karlsruhers, die sein Image als emotional unberechenbaren Sportler festigten. Dieses Klischee hat er jedoch längst abgestreift. Aus dem einst so rüpelhaften Fußballer ist ein Medienprofi geworden. Ein Autor, Fernsehkommentator, Motivationstrainer und Kümmerer, dessen Sprachgefühl einen rasch die alten Bilder vergessen lässt.

Am Freitagabend war er auf der Mitgliederversammlung der Volksbank Mittelhessen in den Hessenhallen zu Gast. In seinem perfekt inszenierten Vortrag "Die Philosophie der Nummer 1" zog der Redner Kahn Parallelen zwischen der Sportwelt und der Wirtschaft, sprach über Erfolge, den Umgang mit dem Scheitern und gab Impulse für persönliche Führungsstärke. Mit selbstironischem Witz und unangestrengter Lockerheit gewann er dabei schnell die Sympathien der etwa 1300 Zuhörer.

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