OHG-Vortrag zum Kalsmunt

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Gießen(pm). Der nächste Vortrag des Oberhessischen Geschichtsvereins am Mittwoch, 12. Februar, um 19 Uhr im Netanya-Saal des Alten Schlosses handelt von archäologischer Bodenforschung und wie diese historische Quellen zu ergänzen vermag. Referent Prof. Felix Teichner von der Universität Marburg führt dies am Beispiel des Kalsmunt aus.

Hoch über der ehemaligen Reichsstadt Wetzlar thronen die Überreste der mittelalterlichen Burganlage Kalsmunt auf einer Basaltkuppe. Durch die wechselnden Besitzverhältnisse und Steinraub ist die einstige Ausdehnung der Anlage nur noch in ihren Grundzügen zu erahnen. Die Forschungsgeschichte zum Kalsmunt beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Bürger erste Sicherungsmaßnahmen auf dem Plateau vornahmen. Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg versuchte Heimatforscher Karl Metz durch Freilegungen am Wohnturm, Einblicke in die Historie der Burganlage zu bekommen. Ihm ist die erste moderne Planaufnahme zu verdanken.

Seit 2014 erforschen Studierende des Marburger Vorgeschichtlichen Seminars mit Unterstützung des Fördervereins Kalsmunt das Ensemble. Nicht-invasive Prospektionen und archäologische Grabungen sprechen für eine Befestigung schon lange vor der Zeit Friedrich Barbarossas. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

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