Lahn

Ölsperre auf der Lahn in Gießen

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Eine Ölsperre auf der Lahn erregte die Aufmerksamkeit der Gießener am langen Wochenende. Auch auf den Ruderverkehr hatte die Maßnahme Auswirkungen.

Es war ein Schreck für die Verantwortlichen des Gießener Marinevereins. Aufgrund eines technischen Defekts hat das Boot "Schlammbeiser 2" offenbar an Fronleichnam "beim Betanken größere Mengen Kraftstoff" in die Lahn abgegeben. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Gießen am Montag.

Nach einer Überprüfung der Situation brachten die Einsatzkräfte daraufhin zwischen dem GRG-Bootshaus und dem Bootshaus der Hassia eine Ölsperre an. Die Durchfahrt war nicht möglich.

Ruderer eingeschränkt

Das spüren Ruderer und Kanuten. Am Montagnachmittag musste die GRG-Ruderer in ihren Trainingseinheiten mit dem kleinen Stück der Lahn rund um die kleine Insel vor dem Wehr vorliebnehmen. "Wir sind im Moment in der Abstimmung mit den Mittelhessischen Wasserbetrieben, ob und wann die Sperre wieder abgebaut werden kann", heißt es von der Feuerwehr. Um das zu entscheiden, sind die Feuerwehrleute die Lahn mit einer Drohne abgeflogen. Bevor die Sperre abgebaut werden kann, muss der Kraftstofffilm abgesaugt werden. Dies soll spätestens am heutigen Dienstag geschehen.

Klaus Emrich, Vorsitzende des Marinevereins, ist erleichtert, dass es sich bei dem Zwischenfall nicht um "grobe Fahrlässigkeit" einer seiner Bootsleute gehandelt hat. "Die Polizei war vor Ort und hat gesehen, dass es sich um einen technischen Defekt gehandelt hat. Am Dieselfilter war eine Dichtung gerissen. Dadurch ist ein Kraftstoff-Wasser-Gemisch in die Lahn gepumpt worden", erklärt er. "Wir haben den Schaden am Boot behoben und alles gereinigt. "Schlammbeiser 2" ist wieder einsatzbereit", sagt Emrich.

Boot wieder einsatzbereit

Schon seit vielen Jahren bietet der Marineverein in seinen Booten Rundfahrten auf der Lahn an. Die Touren sind gut gebucht und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aktuell stehen vier Boote zur Verfügung.

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