Ökumenisch durch Gießen Ost

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Die Grenzen zwischen den einzelnen Religionen weichen auf. Zumindest, wenn man die evangelischen und katholischen Gemeinden im Stadtgebiet Gießen Ost betrachtet. Am 2. und 3. September werden die evangelische Andreas- und die katholische St.-Thomas-Morus-Gemeinde gemeinsam ihre 50-jährigen Bestehen feiern.

Die Grenzen zwischen den einzelnen Religionen weichen auf. Zumindest, wenn man die evangelischen und katholischen Gemeinden im Stadtgebiet Gießen Ost betrachtet. Am 2. und 3. September werden die evangelische Andreas- und die katholische St.-Thomas-Morus-Gemeinde gemeinsam ihre 50-jährigen Bestehen feiern.

"Vor zwei Jahren war es für uns eine Premiere, als die christlichen Gemeinden in Gießen Ost zusammenkamen und gemeinsam ein ökumenisches Gemeindefest feierten. Mittlerweile ist daraus eine echte Partnerschaft geworden, eine intensive Kommunikation und Kooperation", verdeutlichte Pfarrer Matthias Schmid von der Gemeinde St. Thomas Morus am Donnerstag beim Pressegespräch an der Grünberger Straße.

Deutlicher Beleg sei die seit zwei Jahren existierende Flüchtlingshilfe Gießen Ost. In den Räumen von St. Thomas Morus werden seitdem Deutsch- und Integrationskurse angeboten. Mehr als 50 Ehrenamtliche aus allen Gemeinden tragen dieses Projekt. Gemeinsam mit der evangelischen Luther- und der Wicherngemeinde wird für Samstag, 2. September, ab 15 Uhr auf das Grundstück der katholischen Gemeinde eingeladen. Hier erwarten die Besucher ein Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen sowie ab 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließender Feier.

Am Sonntag, 3. September, gibt es nach dem Gottesdienst um 10 Uhr in St. Thomas Morus eine festliche Prozession in die evangelische Andreasgemeinde am Eichendorffring 127 a. Nach einem Imbiss wird Propst Matthias Schmidt einen Festgottesdienst leiten. Parallel soll es einen Kindergottesdienst geben. Am Nachmittag gibt es ein Programm für alle Altersstufen mit Spielen, Schubkarren-Rennen und Bastelangeboten. Denn auch die Kita der Luthergemeinde und das Familienzentrum der Andreasgemeinde sind als Organisatoren involviert.

Auf die Frage, ob es ein Fest für den gesamten Stadtbezirk oder nur für die beteiligten Gemeinden sein soll, macht Pfarrer Dr. Gabriel Brand zwar deutlich, dieses Jahr viel weniger Werbung gemacht zu haben als bei zurückliegenden Festen, dass die Türen allerdings offen stünden. "Wir müssen ein Zeichen setzen: Kirche in der Region", bemerkte Pfarrer Schmid. Die Kirche befände sich eindeutig im Wandel, und als einzelne Gemeinde sei St. Thomas Morus nicht sehr groß. "Wir müssen uns neu aufstellen, uns pastoral zusammenschließen, Kontakt aufnehmen.

" Alle seien eingeladen, verdeutlichte auch Pfarrerin Imogen Kasemir-Arnold von der Wicherngemeinde, die ein wenig älter ist als St. Thomas Morus und bei der Unterstützung des Jubiläums mithilft. Inzwischen nutzen auch eine spanisch sprachliche Gemeinde sowie eine eritreisch-orthodoxe Gemeinde die Räumlichkeiten und die Kirche von St. Thomas Morus. Man ist also augenscheinlich auf einem guten Weg der Gemeinsamkeiten.

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