OB-Kandidaten im Grundsatz bei Sonntagsschutz einig

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Gießen (pm). Vertreter der »Allianz für den freien Sonntag« haben mit den Oberbürgermeisterkandidaten Frank-Tilo Becher (SPD), Frederik Bouffier (CDU) und Marco Rasch (Die PARTEI) auf der Dachterrasse des DGB-Gewerkschaftshauses Gießen über Sonntagsschutz und Innenstadtentwicklung diskutiert. Alexander Wright (Bündnis 90/Die Grünen) hatte wegen anderer Verpflichtungen absagen müssen.

Die Kandidatur von Thomas Dombrowski war erst nach der Planung der Veranstaltung bekannt geworden. Moderiert wurde die Diskussion von Gabriel Brand, Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung im ev. Dekanat Gießen.

Dass es wichtig sei, den Sonntagsschutz zu gewährleisten und Sonntagsöffnungen auf der Grundlage der gesetzlichen Regelungen zuzulassen, dabei aber im Gespräch zu bleiben und gemeinsame Lösungen zu finden, da waren sich die Teilnehmer schnell einig. Aber es wurde deutlich, dass dieses Thema in einem größeren Rahmen gesehen werden muss. »Wie wollen wir in der Stadt zusammenleben, arbeiten und wohnen?«, wollte Hartmut Sitzler, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises an Lahn und Dill, wissen. »Damit unsere Innenstadt attraktiv bleibt, brauchen wir einen Mix aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Einkaufen und müssen hierbei auch immer die Erreichbarkeit für alle Bevölkerungsgruppen im Blick behalten«, betonte Frederik Bouffier.

Großer Rahmen Stadtentwicklung

Frank-Tilo Becher verwies auf die Bedeutung von Produktivität, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. »Eine Stadt ist ein kultureller Erlebnisraum. Es gilt, Einkaufsmöglichkeiten mit kulturellem Leben zu verbinden, um Innenstädte auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv zu halten. Davon profitiert auch der Handel«, so Becher. Marco Rasch beklagte vor allem die hohen Mietpreise und verwies damit auf ein drängendes soziales und wirtschaftliches Problem.

Die »Allianz für den freien Sonntag« ist ein Bündnis aus Gewerkschaften und Kirchen. Ihr Ziel ist der Schutz des Sonntags als arbeitsfreier Tag nach Artikel 140 Grundgesetz.

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