Wort zum Sonntag

Nichts zu lachen? Doch!

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Die Welt feiert Fastnacht und freut sich. Die tollen Tage werden wieder Tausende auf die Straßen und in die Säle bringen. Der Frohsinn regiert, Lachen ist angesagt, kritische Töne fallen allenthalben, aber am Ende siegt der Humor.

Wer auf die christlichen Kirchen schaut, stellt fest, dass sie im Moment wenig zu lachen haben. Da gibt es nicht nur den Rückgang von Gläubigen wie auch Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Da gibt es Missbrauchsaffären, Lagerbildungen, Polarisierungen. Also, all das, was einen eher ins Nachdenken und Diskutieren als zum Lachen bringen kann. Der Klimawandel und die damit verbundenen ernsten Nachrichten tragen das ihre dazu bei. Von der Politik ganz zu schweigen…

Das Evangelium hilft: Jesus sagt mit Blick auf Lilien des Feldes und Vögel des Himmels: "Sucht zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um morgen, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an eigener Plage." (Mt 6).

Der 2005 verstorbene Kabarettist Hanns Dieter Hüsch hat einen Psalm geschrieben, in dem es unter anderem heißt: Ich bin vergnügt, erlöst, befreit. Gott nahm in seine Hände meine Zeit. Mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen, mein Triumphieren und Verzagen. Das Elend und die Zärtlichkeit. Was macht, dass ich so unbeschwert, und mich kein Trübsal hält, weil mich mein Gott das Lachen lehrt, wohl über alle Welt.Ich wünsche gelassene und heitere Fastnachtstage!

Pfarrer Hans-Joachim Wahl,

Dekan des Kath. Dekanats

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