Nichts ist beständiger als der Wandel

  • vonKatharina Ganz
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Wir leben in einer sich ständig verändernden Gesellschaft. Durch die Globalisierung und neue Technologien verändert sich der Alltag eines jeden – auch der der Kleinen. "Der Bedarf für eine Ganztagsbetreuung ist rasant gestiegen, das alles mit anspruchsvolleren Eltern und vermeintlich oder tatsächlich schwierigeren Kindern", schreibt die Arbeitsgemeinschaft Erziehung, Bildung und Betreuung des Gießener Bündnisses für Familien in der Broschüre zum Fachtag "Veränderte Gesellschaft – veränderte Kindheit – veränderte Kita", der im Rathaus stattfand.

Wir leben in einer sich ständig verändernden Gesellschaft. Durch die Globalisierung und neue Technologien verändert sich der Alltag eines jeden – auch der der Kleinen. "Der Bedarf für eine Ganztagsbetreuung ist rasant gestiegen, das alles mit anspruchsvolleren Eltern und vermeintlich oder tatsächlich schwierigeren Kindern", schreibt die Arbeitsgemeinschaft Erziehung, Bildung und Betreuung des Gießener Bündnisses für Familien in der Broschüre zum Fachtag "Veränderte Gesellschaft – veränderte Kindheit – veränderte Kita", der im Rathaus stattfand.

Mechthild von Niebelschütz, Leiterin des Integrativen Montessori-Kinderhauses und Familienzentrums St. Martin, hielt bei der Eröffnung fest, dass Familien und Kinder dem Wandel ausgesetzt sind. Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich erklärte, dass es immer mehr Alleinerziehende gebe. "Die Entscheidung für Kinder führt auch immer häufiger zu prekären Lebenslagen", führte sie aus. Ganztagsbetreuung sei deshalb in Gießen schnell ausgebaut worden. Für Kinder ab zwei Jahren sei sie heute der Regelfall. Diese Entwicklung hat Folgen für die Stadt. "Durch immer geringere Einkommen der Eltern steigen auch die Kosten der Stadt für Zuschüsse", sagte sie.

Johanna Hausberg von der Healthcompany Hamburg sprach zum Thema "Umgang mit Diversität und Vielfalt". Sie erklärte, dass Wandel und Vielfalt mit einem selbst zu tun haben. Maßstab für "anders" seien eigene Erfahrungen.

Anhand verschiedener Beispiele machte sie deutlich, wie jeder Mensch Muster und Kategorien entwickelt, um die Welt um sich herum einordnen zu können – etwa durch Medien, Erziehung und Erfahrungen. Das bringe Vorurteile mit sich: Wenn jemand erzählt, er wäre beim Chirurgen gewesen, habe man im hiesigen Kulturkreis wahrscheinlich einen weißen Mann im Kittel vor Augen. Trotzdem kann die Realität anders aussehen: Etwa eine schwarze Chirurgin mit Kopftuch.

Die Kategorien und Muster seien notwendig, um handlungsfähig zu sein. Würde man immer über alles nachdenken, was man sieht und mit wem man warum und wie spricht, wäre man nicht in der Lage, schnell zu handeln. Dazu seien die Muster stetig im Wandel. Dennoch sei es wichtig, sich ihrer bewusst zu werden und sie zu überdenken. "Die Haltung des Betrachtenden ist die Stellschraube für einen besseren Umgang mit Veränderung", erläuterte Hausberg.

Um besser mit Vielfalt und Diversität umgehen zu können, nannte sie drei Schritte. Entschleunigen und Situationen nicht bewerten, sondern beschreiben. Die eigene Perspektive erkennen. Und: eine weitere Perspektive einnehmen. Das könnte helfen, mit Menschen anderer Kulturen umzugehen.

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