Neuverlegung von neuem Pflaster sorgt für Ärger

Gießen (mö). Das erst Ende vergangenen Jahres auf dem Platz an der Ecke Katharinengasse/Kaplansgasse eingebaute neue Pflaster muss noch einmal verlegt werden. Wie Baudezernent Thomas Rausch auf Anfrage sagte, seien die roten Steine nicht sachgerecht verlegt worden, außerdem habe sich eine Empfehlung des Herstellers, die Steine hochkant einzubauen, als nicht ganz praxistauglich erwiesen.

Festgestellt worden seien die Mängel bereits im vergangenen Jahr bei der Abnahme der Baustelle, aber damals habe man das anlaufende Weihachtsgeschäft nicht stören wollen. Rausch: "Das Weihnachtsgeschäft hatte Vorrang."

Verlegt worden waren die Steine hochkant, so wie die Industrie es empfiehlt. Diese Lage bedürfe aber einer besonders sorgfältigen Verlegung, wie Peter Ravizza, der Leiter des Tiefbauamts, erläuterte. Geschehe dies nicht, kippelten und verkanteten die Steine, was zu Beschädigungen führe. Auf der Kreuzung Katharinengasse/Kaplansgasse, deren Pflaster jetzt bis auf Höhe des Kaufhauses Kaufhof ausgebaut und nochmal verlegt werden muss, seien diese Mängel eklatant, aber auch an anderen Stellen in der Fußgängerzone gebe es kleinere Probleme mit den hochkant verlegten Steinen. Daher würde die Stadt der Empfehlung des Herstellers, die Steine so zu verlegen, nicht noch einmal folgen, sagte Ravizza. In der Kaplansgasse werden sie jetzt flachkant verlegt, um die Auflagefläche zu vergrößern und die Belastungsfähigkeit zu erhöhen. Die Arbeiten, deren Kosten sich Baufirma und Stadt aufteilten, werden noch knapp zwei Wochen dauern. Für Unmut sorgt die neuerliche Baustelle bei den betroffenen Geschäftsleuten.

Die Inhaberin eines Fachgeschäfts von einem "Schildbürgerstreich" und wollte ihren Laden bereits am Nachmittag schließen. Sie beklagte überdies, dass die Baustelle in der vergangenen Woche zunächst eingerichtet worden war, dann aber kaum gearbeitet worden sei.

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