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Stets ein Hingucker bei »Villa Cotta«: Rosen.

Neustart unter erschwerten Bedingungen

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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Laubach (tb). Die Pandemie ist nicht vorüber, doch Lockerungen des Gesetzgebers aufgrund niedriger Inzidenzen und R-Werte sowie einer Entlastung der Intensivstationen machen es möglich: Nach der Zwangspause 2020 finden im Schlosspark zu Laubach von morgen an wieder die Garten- und Landhaustage »La Villa Cotta« statt.

Veranstalterin Anja Hartmann verspricht auch für die 19. Auflage der Messe ein breitgefächertes Angebot, adressiert an Menschen mit einem Faible für »Garten - Kunst - Genuss und Lebensart«.

Immerhin knapp 100 Aussteller werden diesmal auf Kundschaft hoffen. In den vergangenen Jahren waren es noch rund 140 gewesen.

Also hat auch die Geschäftsführerin der Agentur »a.ha!events« mit Sitz in Schlüchtern der Coronakrise Tribut zollen müssen. Denn so mancher Aussteller sah sich aufgrund des monatelangen Shutdowns gezwungen, eine neue Erwerbstätigkeit anzunehmen. Anders als in der Vor-Pandemie-Zeit bedurfte es daher größerer Anstrengungen, die gewünschte breite und attraktive Angebotspalette hinzubekommen.

Am Ende aber hat es geklappt: »Zum Glück«, so Hartmann gegenüber dieser Zeitung, habe sie noch einige Nachmeldungen verbuchen können. Ganz entspannt freilich kann sie nicht sein: »Wir hoffen, dass auch alle anreisen können.« Die Sorge ist nachvollziehbar, schaut man etwa auf die Niederlande, wo die Inzidenzen gerade nach oben gehen.

Die Gartenmesse in der alten Residenzstadt ist so etwas wie eine Pionierleistung: Zumindest im mittelhessischen Raum gab es seit Ausbruch der Pandemie nichts Vergleichbares. »Wir sind natürlich sehr vorsichtig«, betont die Eventmanagerin mit Laubacher Wurzeln. Vorgaben der Gesundheitsbehörden würden streng befolgt. Eine generelle Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung gibt es nicht, medizinische Masken sind jedoch überall dort zu tragen, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, etwa in Warteschlangen, Sanitäranlagen oder Pagodenzelten. Der Klarheit halber: Eine Testpflicht besteht nicht.

Späterer Termin: »Kein Problem«

An den Ein- und Ausgängen, im Park selbst sowie in den Toiletten stehen Desinfektionsspender oder Handwaschstationen für die Besucher bereit. Schließlich: Eine freiwillige Registrierung über die Luca-App »ist möglich und erwünscht«. Hartmann setzt im Übrigen auf das Verantwortungsbewusstsein der Kunden.

Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehört ebenfalls, dass zwischen den Ständen größere Abstände als bisher einzuhalten sind und es erstmals kein Rahmenprogramm gibt.

Wegen Corona musste der übliche Termin im April gecancelt werden. Ein Problem, da die Lust am Gärtnern im Frühling ausgeprägter ist? Nein, sagt Hartmann. Erfahrungen auf anderen Messen hätten gezeigt, dass die Nachfrage nach Pflanzen stetig hoch sei. Überdies seien jetzt viele Blumenarten weiter entwickelt als im April, stünden in voller Pracht, was der etwas späteren »Villa Cotta« einen intensiveren Eindruck von Farben und Formen verleihe.

Ohnehin verspricht Hartmann auch diesmal den Besuchern ein breit gefächertes Sortiment, das unter anderem Blühpflanzen, Kräuter, Gartenkunst, Mode und Dekoartikel umfasst - sowie all das , was heute unter dem Label »Lebensart« verbucht wird.

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