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Bis die Erstsemester an der THM wieder gemeinsam in der Gießener Kongresshalle ihren Weg ins Studium beginnen, wird es noch dauern. Dass der Start dennoch klappt, dafür will auch das Landesprogramm sorgen.

Neun Millionen Euro für gute Lehre

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Gießen (pm). Die Technische Hochschule Mittelhessen erhält aus dem Landesprogramm »Hohe Qualität in Studium und Lehre, gute Rahmenbedingungen des Studiums« (QuiS) in den Jahren 2021 bis 2025 neun Millionen Euro. Davon entfallen 6,66 Millionen auf das Projekt »Welcome&Stay@THM«.

»Wir wissen, dass die Orientierungsphase vor Studienbeginn und die ersten Semester entscheidend für den Studienerfolg sind. Gleichzeitig werden die Bildungsbiografien immer heterogener. Durch die zusätzlichen Landesmittel bekommen wir die Chance, darauf zu reagieren«, erläutert THM-Vizepräsidentin Prof. Katja Specht. Die Hochschule konzentriere sich dabei auf die aktive Begleitung der Studieninteressierten beim Orientierungs- und Entscheidungsprozess und auf besondere Unterstützungsangebote für Studentinnen und Studenten im ersten Jahr an der Hochschule. »Welcome&Stay« will in verschiedenen Teilprojekten zur verbesserten Durchlässigkeit im Bildungssystem und zur Erhöhung der Studienerfolgsquote beitragen.

Für ausländische Studieninteressierte soll das Programm »Prepare and Start« durch ein Blended-Learning-Konzept, das Online- und Präsenzangebote kombiniert, weiterentwickelt werden. So können junge Leute bereits in ihrem Heimatland an einer qualifizierten Studienvorbereitung teilnehmen.

Orientierung für Schüler

Ebenfalls auf Blended Learning setzt »mission:me«, ein Orientierungsprogramm für Schülerinnen und Schüler, das Studieninhalte durch einen spielerischen und erlebnisorientierten Zugang vermittelt. Für dieselbe Zielgruppe wird das Konzept eines Forschungslabors entwickelt, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an technische und naturwissenschaftliche Studiengänge heranführen soll.

Weitere Teilprojekte von »Welcome&Stay« widmen sich einem Online-Portal, das Erstsemester mit allen wichtigen Informationen versorgt, sowie dem Prüfungscoaching und dem studentischen Gesundheitsmanagement.

Hybridkonzepte in Vorbereitung

Unterstützung bekommt die THM auch für drei weitere Vorhaben. Mit Hybridkonzepten will die THM Präsenzlehre und digitale Veranstaltungen zusammenführen. Unter anderem für die technische Ausstattung ausgewählter Hörsäle erhält die Hochschule in diesem Jahr 886 000 Euro.

Das »Studium der angepassten Geschwindigkeit« ist Gegenstand eines gemeinsamen Projekts aller hessischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die THM wird künftig in elf ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen eine Variante anbieten, die durch Verlängerung der Regelstudienzeit von sieben auf neun Semester ein individuell ausgerichtetes Studium ermöglicht. Im Rahmen des Förderprogramms erhält die THM hierfür 1,2 Millionen Euro. Das Modell wird seit 2017 vom Fachbereich Elektro- und Informationstechnik erprobt. In einer Begleituntersuchung soll in den nächsten Jahren der Erfolg dieser Variante gemessen werden.

Ebenfalls finanziert wird das Gemeinschaftsprojekt »Hessen Technikum«. Es bietet jungen Frauen nach der Schule für sechs Monate die Möglichkeit, an einem strukturierten Programm zur Studien- und Berufsorientierung an der THM teilzunehmen. Die Fördersumme für die mittelhessische Hochschule liegt bei 270 000 Euro.

Das Landesprogramm QuiS wird über den von Bund und Ländern geschlossenen »Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken« finanziert.

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