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VGP-Baustelle in Lützellinden. FOTO: SCHEPP

Im Süden der Stadt

Neues Logistikzentrum in Gießen: Die Bagger rollen bereits

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Im Gießener Süden entsteht ein neuer Logistikpark. Das verantwortliche Unternehmen wird auch an anderer Stelle in der Stadt aktiv.

Gießen - VGP wer? Als vergangene Woche bekannt wurde, welches Unternehmen die Lücke schließen wird, die der Otto-Konzern durch seinen Rückzug kurzzeitig im früheren US-Depot hinterlassen hatte, fragten sich viele, was das für ein Unternehmen ist. Das liegt auch daran, dass die mächtig expandierende Immobilienfirma ihre schlüsselfertigen Logistik- und Gewerbeparks an die eigentlichen Nutzer vermietet.

In Gießen ist VGP nunmehr bereits an zwei Standorten präsent: Neben der soeben vom Depot-Eigentümer Revikon GmbH erworbenen Fläche der früheren AAFES entsteht in Lützellinden ein weiterer "VGP Park", an der Umgehungsstraße von Großen-Buseck steht bereits einer.

Das Projekt am nördlichen Rand des Gewerbegebiets Rechtenbacher Hohl ist noch am Beginn. Aktuell laufen auf der 2,4 Hektar großen Fläche die Erdarbeiten. Die Mietfläche wird mit gut 14 000 Quadratmetern angegeben, die Vermarktung ist angelaufen. Entstehen wird eine große Gewerbehalle mit zweigeschossigem Büroeinbau. Um ein Vielfaches größer ist das Objekt, das VGP im Gewerbegebiet "Alter Flughafen" ab dem kommenden Jahr baulich umsetzt. Die Fläche dort ist über zehnmal größer als die in Lützellinden.

Dass die Revikon und die Stadt so schnell einen Ersatz für Otto gefunden haben, stößt bei der SPD-Fraktion im Gießener Stadtparlament auf Zustimmung. "Den Grundstein für diese Entwicklung haben wir in der Stadtpolitik schon vor mehreren Jahren durch eine weitsichtige Rahmenplanung und der daraus resultierenden Bauleitplanung für dieses schon seit vielen Jahrzehnten für Logistik genutzte Areal gelegt" erklärt Fraktionschef Christopher Nübel in einer Pressemitteilung. Die geplanten mehr als 1000 Arbeitsplätze und zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen seien gerade in Zeiten der Corona-Krise eine gutes Signal für die Stadt, erklärte Nübel, der sich gemeinsam mit Parteivize Michael Borke kürzlich vor Ort über die Erschließungsarbeiten informiert hatte. Begrüßt von den Sozialdemokraten wird auch, dass die von ihnen geäußerte Anregung, Fotovoltaikanlagen auf den Hallendächern zu installieren, von VGP umgesetzt werden wird.

Die Ausstattung von Dächern mit Solarmodulen ist bei VGP freilich seit einigen Jahren Standard. Laut Homepage des Unternehmens waren bis Ende 2018 rund 165 000 Quadratmeter Dachflächen mit Solarmodulen bestückt worden.

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