Packen beim Spatenstich an (v. l.): Bauleiter Matthias Schunkert, Peter Neidel, Karl-Heinz Redant, die Volksbank-Vertreter Jens Fürbeth und Holger Happel sowie Bauarbeiter Steffen Morgenweck. 	FOTO: CHH
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Packen beim Spatenstich an (v. l.): Bauleiter Matthias Schunkert, Peter Neidel, Karl-Heinz Redant, die Volksbank-Vertreter Jens Fürbeth und Holger Happel sowie Bauarbeiter Steffen Morgenweck. FOTO: CHH

Spatenstich

Neues Hotel in Gießen will ab 2022 Gäste empfangen

  • Christoph Hoffmann
    vonChristoph Hoffmann
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Auf dem Areal des ehemalige »Haarlem« in Gießen ist der erste Spatenstich für ein Hotel erfolgt. Das Objekt soll 13 Millionen Euro kosten.

Gießen (chh). Als Bürgermeister Peter Neidel die Baustelle betritt, kommen Erinnerungen hoch. Schließlich steht der Bürgermeister genau an der Stelle, wo jahrelang der Musikkeller Haarlem residierte. »Aber so gerne ich früher auch im Haarlem war, bin ich doch froh über die neue Entwicklung.« Denn hier an der Schanzenstraße soll in den nächsten eineinhalb Jahren ein Hotel mit 94 Betten, eine Tiefgarage mit 39 Stellplätzen sowie ein Gebäude mit 500 Quadratmetern Wohnfläche für studentisches Wohnen entstehen. Am Mittwoch haben die Verantwortlichen der Baufirma Faber und Schnepp sowie der Volksbank Mittelhessen zusammen mit Neidel den ersten Spatenstich gesetzt.

Es ist fünf Monate her, da trafen sich die Vertreter von Faber und Schnepp mit Kai Laumann auf dem Haarlem-Areal und besiegelten den Verkauf des gesamten Projekts. Laumann und sein Geschäftspartner Hauke Weller trennten sich von Grundstück, Baugenehmigung und Mietvertrag mit dem Hotelbetreiber, da die erforderlichen Tiefbauarbeiten von einem Spezialisten wie Faber und Schnepp besser umgesetzt werden könnten. Seither hat sich einiges getan, wie Karl-Heinz Redant, der Geschäftsführer von Faber und Schnepp, am Mittwoch betonte. »Es liegt aber auch noch viel Arbeit vor uns.« So müssten zum Beispiel Bohrpfähle in die Erde eingebracht werden, um die Baugrundwand und gleichzeitig die angrenzenden Grundstücke zu sichern. Das Grundwasser müsse zudem abgesenkt und anschließend mit Kohlefiltern gereinigt werden. Und nicht zuletzt stehen noch die Untersuchungen von Kampfmittelräumdienst und der Archäologie an. »Erst wenn das alles erledigt ist«; sagte Redant, »können wir richtig anfangen.« Als Bauzeit nannte der Geschäftsführer 16 Monate, bei Funden verzögere sich die Arbeit.

Faber und Schnepp investiert mit der Unterstützung der Volksbank Mittelhessen knapp 13 Millionen Euro in das Projekt. Redant betonte, dass die Gebäude im Bestand der Firma bleiben und die französische Hotelkette B&B einen Mietvertrag über 30 Jahre unterzeichnet habe.

Von Neidel gab es viel Lob für den »unternehmerischen Mut«. Er betonte auch, dass der Bedarf trotz vieler anderer Hotels in Gießen immer noch gegeben sei. Das hätten nicht nur Untersuchungen der Hotelkette gezeigt. »Von Vertretern der Wirtschaft und der Hochschulen wird mit ebenfalls zugetragen, dass Bedarf vorhanden ist.«

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