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Die Käthe-Kollwitz-Schule in Wieseck wird während des laufenden Betriebs umgebaut.

Grundschule

Neues Gesicht für Käthe-Kollwitz-Schule in Gießen

  • Kays Al-Khanak
    VonKays Al-Khanak
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Einstimmig hat sich der Schulausschuss für den Projektantrag zur Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule in Wieseck ausgesprochen. Im ersten Bauabschnitt sollen drei Klassengebäude erweitert werden.

Die Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) in Wieseck besuchen aktuell 215 Kinder. Die Grundschule ist aktuell zwei- bis dreizügig, soll aber zukünftig komplett drei- und temporär vierzügig für 300 Kinder ausgebaut werden. Mit dem einstimmig beschlossenen Projektantrag hat der Schulausschuss am Donnerstagabend im Rathaus grünes Licht für den ersten Bauabschnitt gegeben. Der soll knapp neun Millionen Euro kosten und zu einem Teil über das Kommunalinvestitionsprogramm von Land und Bund finanziert werden. Insgesamt könnte der Umbau der Grundschule rund 21 Millionen Euro kosten.

Bereits Ende 2017 hatte das Stadtparlament unter anderem beschlossen, den ersten Bauabschnitt an der KKS mit Hilfe des Investitionsprogramms zu finanzieren. Insgesamt soll dieser rund neun Millionen Euro kosten; vier Millionen Euro kommen von Land und Bund. Im Schuljahr 2017/18 begann an der Grundschule die Planungsphase. Daran schloss sich 2019 ein nichtoffener Realisierungswettbewerb an. Anfang vergangenen Jahres starteten die konkreten Planungen.

Die KKS besteht aktuell aus vier einzelnen Klassengebäuden, einem Gebäude für die Vorschulklassen, einer Turnhalle mit angrenzender Verwaltung, einem Sanitärgebäude sowie einem Hausmeisterhaus. Die 1968 eingeweihte Grundschule entspricht nicht mehr dem pädagogischen und energetischen Ansprüchen sowie dem Bedarf einer Schule mit Ganztagsangebot.

Das Gießener Architektenbüro, das bereits das Rathaus am Berliner Platz konzipiert hat, will der KKS ein neues Gesicht geben. Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem neuen Eingangsbereich, der als »Herz der Schule« gelten soll. Zusätzlich sollen die einzelnen Jahrgänge in einzelnen Einheiten untergebracht werden. Hinzu kommen neu konzipierte Klassen- und Fachräume, Nebenräume und Funktionsflächen sowie Aula, Speiseraum, Küche, Lager- und Nebenräume. Da die Arbeiten während des Schulbetriebs stattfinden, sind als Interimslösung Container für Klassenräume und Sanitäranlagen vorgesehen.

Im ersten Bauabschnitt werden die Einzelklassengebäude energetisch saniert, nach dem aktuellen Bedarf umstrukturiert und zum Teil durch kleine Erweiterungsbauten ergänzt. Dort sind Differenzierungsflächen, Teamräume, Garderoben, Aufzüge und Ruhebereiche vorgesehen. Die Klassenräume sollen später mit dezentralen Lüftungsgeräten ausgestattet werden.

Über die Notwendigkeit der Sanierung und des Umbaus der KKS herrschte im Schulausschuss Einigkeit. Christine Wagener von der CDU sagte: »Das ist eine Menge Geld. Aber die Grundschule legt die Basis dafür, was die Kinder später erreichen können.«

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