Der Entwurf des Berliner Architekten Max Dudler für den Neubau des Seminargebäudes I am Campus-Platz im Philosophikum. Grafik: Max Dudler
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Der Entwurf des Berliner Architekten Max Dudler für den Neubau des Seminargebäudes I am Campus-Platz im Philosophikum. Grafik: Max Dudler

Neues Gebäude soll Campus-Platz prägen

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Gießen(pm). Nach dem Spatenstich für den Neubau des Graduiertenzentrums GCSC steht am "Campus der Zukunft" an der Rathenaustraße die nächste Baumaßnahme in den Startlöchern. Im Architektenwettbewerb zum Neubau des Seminargebäudes I am Campus-Platz hat das Preis- gericht Mitte Dezember 2019 einstimmig für den Entwurf des Berliner Architekten Max Dudler votiert. "Mit diesem überzeugenden Vorschlag ist es gelungen, ein sehr konkretes Bild für eines der wichtigsten Gebäude auf dem neuen Campus zu schaffen", fasst Prof. Zvonko Turkali, der Vorsitzende des Preisgerichts, die Entscheidung des Gremiums zusammen.

Klarheit gelobt

In der Beurteilung des Preis-gerichts wird vor allem die Klarheit des Entwurfs gelobt. Unmittelbar an der neuen Magistrale angeordnet, wird das neue Seminargebäude den Platz deutlich prägen. Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), die in der Jury mit zahlreichen Vertretern beteiligt waren, zeigten sich hochzufrieden mit der getroffenen Auswahl aus 18 eingereichten Entwürfen. Das neue Gebäude ist gleichermaßen auf die Bedürfnisse von Studierenden, Forschenden und Gästen ausgerichtet und bietet Raum, um zu verweilen, sich auszutauschen und in kleineren, informellen Gruppen zu arbeiten. Die Gesamtstruktur des Gebäudes überzeugte in ihrer Klarheit im Ausdruck, einer einfachen Orientierung und einer durchgängigen Übersichtlichkeit.

Der zu planende Neubau des Seminargebäudes I mit seinen rund 3600 Quadratmetern wird auf der Grundlage des Masterplanes zentral am neuen Campus-Platz gelegen sein und in enger Nachbarschaft zu weiteren hoch frequentierten Gebäuden, wie dem geplanten Neubau der Mensa und dem Entwicklungsbau der Universitätsbibliothek, liegen. Es umfasst eine Vielzahl von unterschiedlichen Nutzungen, die es harmonisch und effizient aufeinander abzustimmen gelte. Neben den Lehr- und Seminarraumflächen wird es Tagungsbereich sowie Büro- und Projekträume für kultur- und geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte geben.

"Ich freue mich, dass mit der Wettbewerbsentscheidung die Umsetzung des Masterplans für den Campus Philosophikum einen weiteren Schritt vorangekommen ist. Mit dem neuen Seminargebäude werden wichtige Lehr- und Arbeitsflächen für die Studierenden der Universität entstehen. Ich gratuliere dem Architekten Max Dudler zu diesem ausgesprochen gelungenen Entwurf, der die Idee der Integration der Campus-Areale in Form eines zentralen Elementes in der ›Neuen Mitte‹ am Philosophikum umsetzt", sagte Wissenschaftsministerin Angela Dorn zu dem Ergebnis.

2022 als Ziel

Der im April 2019 gestartete, nicht-offene Realisierungswettbewerb wurde im Dezember 2019 in der Preisgerichtssitzung entschieden. Zugelassen wurden nach einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren insgesamt 25 Büros aus dem In- und Ausland. Eingereicht wurden 18 Wettbewerbsbeiträge. Bis Anfang Mai werden im Rahmen des Verhandlungsverfahrens noch zwei Konzepte weiterentwickelt. Die Realisierung des Seminargebäudes I ist nach heutigem Planungsstand ab 2022 vorgesehen.

Im Rahmen des Investitionsprogramms Heureka zum Ausbau und Modernisierung der Hochschulen plant die JLU den Neubau des Seminargebäudes I. Auf der Grundlage eines von Ferdinand Heide Architekten und Topos Landschaftsplanung entwickelten Masterplans wurde mit der Zusammenführung der getrennten Campus-Bereiche Phil I und II zu einem integrierten und identitätsstiftenden "Campus der Zukunft" begonnen. Die ersten Bausteine wurden bereits realisiert (Seminargebäude II), befinden sich im Bau (GCSC II) oder sind in Architekturwettbewerben entschieden (Erweiterungsbau der Universitätsbibliothek).

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