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Acht Einfamilienhäuser, die jeweils zweigeschossig sind und ein zusätzliches Staffelgeschoss haben, sollen auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Müller entstehen. VISUALISIERUNG: PM

Neues Baugebiet am Teilgärtenweg

  • VonDagmar Hinterlang
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Gießen-Allendorf (hin). Auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Müller am Teilgärtenweg in Allendorf sollen acht Einfamilienhäuser entstehen. Stadträtin Gerda Weigel-Greilich präsentierte die Pläne bei der Sitzung des Ortsbeirats am Dienstagabend im »Grünen Salon« der Sport- und Kulturhalle Allendorf.

Die geplanten Häuser werden zweigeschossig sein und über ein Staffelgeschoss verfügen, skizzierte Weigel-Greilich. Anders als vom Ortsbeirat gewünscht, soll die Erschließung über den Teilgärtenweg erfolgen. Der Ortsbeirat hatte eine verkehrliche Belastung des Schulwegs vermeiden wollen und deshalb eine Alternative über einen Weg zwischen Kleefeld und Aubach vorgeschlagen. Das aber habe sich nicht realisieren lassen, sagte Weigel-Greilich. Obwohl es sich um Einfamilienhäuser handelt, sei die Nutzung durch mehrere Familien zulässig, erklärte die Stadträtin. Sie erinnerte an die mögliche Nutzung als Mehrgenerationenhaus.

Dirk Steinmüller (CDU) fürchtete eine Zunahme des Autoverkehrs im Teilgärtenweg. Dem schlossen sich andere Beiratsmitglieder an. Marion Viehmann (Freie Wähler) regte an, den Schulweg notfalls zu verlegen. Angrenzend an das oben beschriebene Bauvorhaben sind zwei weitere Einfamilienhäuser geplant, die über die Aubach erschlossen werden. Damit, sagte Weigel-Greilich, seien die Potentiale für innerörtliches Bauen fast erschöpft. Lediglich in der Aubach gebe es noch freie Grundstücke für maximal drei Einfamilienhäuser.

Stadtverordnetenvorsteher Joachim Grußdorf stellte sich den Beiratsmitgliedern in seiner neuen Funktion vor. Er wolle guten Kontakt zu allen Mandatsträgern pflegen, sagte Grußdorf.

Auf Antrag der SPD wurden erste Schritte in Richtung Jubiläum unternommen. Allendorf/Lahn feiert im Jahr 2024 sein 1250-jähriges Bestehen. Bis zur Feier ist es zwar noch ein bisschen hin. Die SPD-Fraktion legte jedoch schon einen detaillierten Plan zur Vorbereitung des Jubiläums vor.

»Aldendorph« wurde am 8. Mai 774 in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Der Ort ist somit älter als angenommen. 1990 nämlich hatte man das 1200-jährige Bestehen gefeiert, und zwar um 16 Jahre zu spät. Nach damaligen Erkenntissen war man von einer Ersterwähnung im Jahr 790 ausgegangen. Laut Vorschlag der SPD-Fraktion, ergänzt um eine Konzeption von Thomas Euler, sollen eine Lenkungsgruppe, ein Chronikausschuss und ein Festorganisationsausschuss gebildet werden. Die Gruppen sollen aus Mitgliedern des Ortsbeirats, aus Mitgliedern der Vereinsgemeinschaft und von interessierten Bürgerinnen und Bürgern gebildet werden.

Vorbereitung auf 1250-Jahr-Feier

Anmeldungen werden noch entgegengenommen, sagt Ortsvorsteher Euler. Er wurde beauftragt, seine Ideen bei der Vereinsgemeinschaft vorzutragen. Das Konzept sieht vor, alle regulären Veranstaltungen der Vereine in das Festprogramm zur 1250-Jahr-Feier einzubinden. Zusätzlich könnten ein akademischer Abend und eine Wiederholung des Wanderevents von 2015 vorgesehen werden. Weitere Idee ist ein stehender Festzug unter Einbindung von Weinfest und Backhausfest. Euler freute sich schon jetzt auf »Musik und gute Laune«.

Die Sanierung der Sport- und Kulturhalle schreitet voran, wie Ortsvorsteher Euler berichtete. Die Dacharbeiten seien im Zeitplan. Die Elektroarbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen. Als sicher gilt die Aufstellung einer Photovoltaikanlage. Euler hoffte, dass sich in Verbindung damit die vom Ortsbeirat geforderte E-Ladesäule realisieren lasse.

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