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Mitarbeiterin Nicoletta Vladulescu, Pächterin Maria Di Bello und Dienstleisterin Ani Jawaid (v. l.) im neuen Hotel.

Neuer Name, neues Design

  • VonSebastian Schmidt
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Gießen (seg). Maria Di Bello ist seit 2016 Pächterin des Hotels Kübel in der Westanlage. Mitten in der Pandemie macht die Frankfurter Unternehmerin in dem Traditionshotel mehr als nur einen Tapetenwechsel: Neuer Name, neues Check-In-Verfahren und neues Design.

An den Wänden hängen bunte Bilder von Spiderman, die Türen zieren über die gesamte Fläche Fotos von roten englischen Telefonzellen, und Graphiken von Streetart-Künstler Banksy oder Andy Warhol runden den neuen Stil ab. Ungewohnt von einem Hotel. »Von dem klassischen Aussehen wollten wir weg«, sagt Di Bello. Sie habe sich in Gießen einmal umgesehen und fast alle Hotels würden annähernd das Gleiche machen. Die Unternehmerin wolle etwas Neues wagen.

Dazu gehört auch der neue Name. »Flamingo war das erste Hotel in Las Vegas gewesen«, erklärt Di Bello. Ihr erstes Hotel ist das Flamingo indes nicht. Die Frankfurterin betreibt bereits das Hotel Mystique in Bad Homburg.

In Gießen wird sich Ani Jawaid vom Dienstleister JD Gastro um das Flamingo kümmern. Check-Ins werden die Kunden aber selbst machen können. Mit der Buchung erhält man einen Code und kann damit aus einem Safe vor dem Eingang den Schlüssel für das Zimmer entnehmen. Der Vorteil: Die Rezeption müsse nicht 24 Stunden am Tag besetzt sein, und die Gäste können trotzdem gehen und kommen, erklärt Di Bello.

Weniger Kontakt würden die Unternehmens-Gäste, die wegen den Corona-Bestimmungen kommen dürfen, in der Pandemie auch bevorzugen. Die Idee für das neue Konzept gab es schon seit 2019. Corona habe die Renovierung der 26 Zimmer etwas verlangsamt, aber nicht aufgehalten, sagt die Frankfurterin. Die Arbeiten an den letzten Zimmern laufen gerade noch, dann soll auch der Holzschriftzug »Hotel Kübel« an der Seite des Gebäudes verschwinden.

Das Hotel Kübel warb früher mit seiner langen Geschichte: »Dem Gast ein Zuhause seit 1745.« Das Hotel wurde jedoch 2016 verkleinert, als im Gebäudeteil zur Bahnhofsstraße hin Mietswohnungen eingerichtet wurden.

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