Baustelle des Gefahrenabwehrzentrums. FOTO: SCHEPP
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Baustelle des Gefahrenabwehrzentrums. FOTO: SCHEPP

Gefahrenabwehrzentrum

Neuer Feuerwehrstützpunkt in Gießen wird immer teurer

  • Burkhard Möller
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Der Neubau eines großen Stützpunkts für Feuerwehr und Katastrophenschutz im früheren US-Depot wird für Stadt und Kreis Gießen deutlich teurer als erwartet.

Gießen(mö). Der große Stützpunkt für Feuerwehr und Katastrophenschutz im früheren US-Depot wird immer teurer. Wie aus einer Vorlage des Magistrats ans Stadtparlament hervorgeht, sind die Gesamtkosten des sogenannten Gefahrenabwehrzentrums zuletzt von 32 Millionen Euro auf 35,2 Millionen Euro gestiegen. Für das Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Kreis hatten Stadtparlament und Kreistag im März 2018 einen Kostenrahmen in Höhe der besagten 32 Millionen Euro beschlossen. Grobere Schätzungen waren in den Jahren zuvor von Kosten in Höhe von 22 Millionen und später knapp 29 Millionen Euro ausgegangen. Da der bewilligte Kostenrahmen nunmehr um rund zehn Prozent überschritten wird, müssen Kreistag und Stadtverordnetenversammlung neue Bau- und Finanzierungsbeschlüsse fassen.

Als Gründe für die Verteuerung werden die "angespannte Marktlage" im Bausektor, steigende Stahlpreise und Angebotskalkulationen mit hohen Aufschlägen beim Materialeinkauf und Löhnen angegeben.

Auf die Stadt entfallen von den Mehrkosten gut 1,7 Millionen Euro, auf den Kreis knapp 1,5 Millionen. Die Gesamtkostenanteile erhöhen sich damit für die Stadt auf gut 18,7 Millionen Euro, für den Kreis auf 16,5 Millionen.

Die 35,2 Millionen Euro sind wahrscheinlich nicht das Ende der Fahnenstange, denn noch müssen gut 30 Prozent aller Bauleistungen ausgeschrieben werden. Außerdem sind die Kosten für Umzüge und Steuerung der Alarmausfahrt noch nicht berücksichtigt worden.

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