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Die Preisträgerinnen Dr. Karla Rubio und Dr. Sabine Wächter.

Neuer Angriffspunkt für Therapie

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Gießen (pm). Die Von-Behring-Röntgen-Stiftung hat im Rahmen eines Festakts zwei herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg für deren besonderen Leistungen in der medizinischen Forschung geehrt. Die in diesem Jahr mit jeweils 5000 Euro dotierten Von-Behring-Röntgen-Nachwuchspreise wurden an die Gießenerin Dr. Karla Rubio sowie an die Marburgerin Dr. Sabine Wächter verliehen.

"Wir sehen es als eine unserer wichtigsten Aufgaben an, exzellente junge Wissenschaftler in den ersten Jahren ihrer Forschungstätigkeit zu fördern. In dieser Zeit werden die Weichen für die wissenschaftliche Karriere gestellt", erklärte Stiftungspräsident Friedrich Bohl. "Die Preise, die unsere Stiftung seit 2009 verleiht, sollen zugleich Anerkennung und Motivation für die Arbeit der beiden Nachwuchsforscherinnen sein."

Dr. med. Sabine Wächter wurde für ihre außerordentliche Forschungsarbeit zu seltenen Schilddrüsenkarzinomen ausgezeichnet. Die Gießenerin Karla Rubio erhielt den Nachwuchspreis für ihre herausragende Arbeit zur idiopathischen pulmonalen Lungenfibrose, einer meist tödlich verlaufenden Lungenerkrankung. Dr. Rubio ist es in ihrer experimentellen Doktorarbeit unter Einsatz modernster molekularbiologischer Methoden gelungen, einen neuen Mechanismus im Krankheitsbild aufzuzeigen. Ihre Entdeckung bestimmter Zielmoleküle kann als neuer Angriffspunkt für eine effektive Therapie gewertet werden. Die 34-Jährige hat zunächst in Puebla, Mexiko, Biomedizinische Wissenschaften studiert und forscht seit 2012 in der selbständigen Forschergruppe Epigenetik der Lungentumore am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim. Ihre Arbeiten wurden bereits in hochrangigen Journals publiziert.

Der Dank der Preisträgerinnen richtete sich besonders an ihre Mentoren, Prof. Detlef K. Bartsch und Prof. Guillermo Barreto, sowie ihre Forscherteams, die entscheidend zu den medizinischen Spitzenleistungen und ihren Auszeichnungen beigetragen haben.

In seinem abschließenden Festvortrag gab Prof. Jürgen Schäfer, Leiter des Zentrums für unerkannte und seltene Erkrankungen am UKGM Marburg, einen Einblick in die medizinische Detektivarbeit und die spektakulären Lösungen einiger spannender medizinischer Sonderfälle.

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