Verkehr am US-Depot

Neue Straße zum alten Gießener Bahnhaltepunkt Flughafen?

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Die Freien Wähler bringen eine direkte Verbindungsstraße zwischen der B 49 und dem US-Depot ins Gespräch. Dort hielten ganz früher auch die Züge am Haltepunkt Flughafen.

Wer regelmäßig die Vogelsbergbahn zwischen Gießen und Großen-Buseck nutzt, dem ist diese Stelle im Stadtwald hinter dem Haltepunkt Licher Straße vielleicht schon einmal aufgefallen: Mitten im Wald tut sich eine Freifläche auf, dahinter führt vom Bahndamm ein Weg hinab zur Rödgener Straße und zum früheren US-Depot. Schon weit vor dem Krieg befand sich hier der Bahnhaltepunkt des Gießener Flughafens. Von den Freien Wählern im Stadtparlament kommt nun der Vorschlag, den Waldweg, der die Grünberger Straße (B 49) mit der Rödgener Straße verbindet, zu eine Straße auszubauen – als Alternative zur maroden Udersbergstraße (K 22).

Anlass für den Vorstoß, der seinen Niederschlag auch in einem Antrag ans Stadtparlament gefunden hat, ist die zunehmende Besiedlung des Gewerbe- und Wohngebiets Alter Flughafen. Zuletzt befürwortete die Stadtverordnetenversammlung den Bau eines riesigen Logistikzentrums, das die Otto-Gruppe in den nächsten Jahren auf dem früheren AAFES-Gelände errichten will. Dem stimmen die Freien Wähler ausdrücklich zu, gleichzeitig treibt sie die Sorge um, dass sich insbesondere der Lkw-Verkehr seine eigenen Wege suchen könnte – auch durch die Stadtteile Rödgen und Wieseck. Für FW-Stadtverbandschef Johannes Zippel und den Fraktionsvorsitzenden Heiner Geißler liegen die Vorteile einer direkteren Straßenverbindung zwischen B 49 und Gewerbegebiet sowie einer Reaktivierung des Bahnhaltepunkts auf der Hand:

  1. Kurzer Fußweg für Bahnpendler ins Depot, Entlastung des Pkw-Verkehrs durch Umsteiger auf die Bahn.
  2. Entlastung des Heyerwegs, der bisher als Umleitungsstrecke dient, wenn die K 22 wie jetzt wegen Krötenwanderung gesperrt ist.
  3. Zufahrt zum Gewerbegebiet über die Ringabfahrt Grünberger Straße.
  4. Umbau der Kreuzung Udersbergstr./Rödgener Str./Bahnübergang wird überflüssig, Kreisstraße kann für Lkw gesperrt werden.

Nach dem Willen der FW soll der Magistrat beim Kreis, bei Hessen-Mobil und der Bahn auf eine Prüfung drängen, welche Lösung besser ist: Ausbau der K 22 oder Bau der von den FW vorgeschlagenen neuen Straße?

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