Neue Stimmen jederzeit willkommen

Gießen (pm). Der Chor des Gießener Konzertvereins gestaltet regelmäßig zwei große Sinfoniekonzerte pro Spielzeit im Stadttheater mit dem Philharmonischen Orchester und dem Opernchor. Zusammen mit dem Partnerverein, der Wetzlarer Singakademie, werden die Konzerte zusätzlich auch in Wetzlar veranstaltet, sodass jedes Jahr vier anspruchsvolle Auftritte stattfinden.

Normalerweise.

Bereits in der Spielzeit 2019 /2020 war geplant, »Die Schöpfung« von Josef Haydn aufzuführen. Die Lockdowns haben es verhindert. Doch jetzt endlich erklingt am Dienstag, 9. September, um 20 Uhr »Die Schöpfung« im Sinfoniekonzert des Stadttheaters: mit kleinem Publikum und als einmaliges Ereignis im Großen Haus. Die Regelungen für öffentliche Veranstaltungen erlauben derzeit nicht mehr.

In den vergangenen Monaten war an gemeinsame Proben und Konzerte wegen der Abstandsregelungen nicht zu denken. Also wurden zur normalen Probenzeit Montagabends Proben über Zoom abgehalten. Aber wenigstens konnte das bereits einstudierte Werk immer wieder aufgefrischt werden, die Stimme hatte eine Übungsstunde und die Teilnehmenden konnten sich austauschen. Mit Beginn der Theaterspielzeit im September sind nun auch wieder echte Proben möglich: jeden Montag um 19.45 Uhr.

Auch die Jahreshauptversammlung konnte durchgeführt werden. Dabei standen auch Vorstandswahlen an. Die langjährigen Vorstandsmitglieder Wilfried Herrlich (2. Vorsitzender), Anneliese Kalcher (Kasse) und Susanne Reitz (Schriftführerin) standen nicht mehr zur Wahl. Sie haben über viele Jahre die Arbeit des Vereins mitbestimmt und auch durch das wichtige 225. Jubiläumsjahr 2017 geführt (Der Konzertverein ist der zweitälteste Musikverein Deutschland). Erste Vorsitzende Annette Michelmann dankte ihnen für ihre engagierte Arbeit und bedauerte deren Ausscheiden.

Veränderungen im Vorstand

Bei Nachwahlen konnten alle Ämter wieder besetzt werden. Neu im Vorstand sind: Andreas Richter (2. Vorsitzender), Brigitte Ullmann (Kasse), Jutta Richter (Schriftführerin). Annette Michelmann wurde im Amt bestätigt und für drei Jahre neu gewählt.

Nun hoffen die Sängerinnen und Sänger, dass die Chorarbeit wieder in normale Bahnen gelenkt werden kann. Als nächstes Konzert nach der Schöpfung steht »A soulful Messiah« auf dem Plan. Das berühmte Oratorium von Georg Friedrich Händel wird um Interpretationen des »Hallelujah« aus verschiedenen Jahrhunderten zum »Cross over-Projekt« angereichert. Neue Mitsängerinnen und Mitsänger sind zur Verstärkung willkommen. Chorerfahrung ist für den Einstieg hilfreich, aber keine Bedingung. Annette Michelmann und Andreas Richter stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Kontaktdaten findet man auf giessener-konzertverein.de.

Auch der persönliche Kontakt unter den Mitgliedern außerhalb der regelmäßigen Proben soll nicht zu kurz kommen: Neben Grill- und Weihnachtsfesten werden auch immer wieder ein- oder mehrtägige gemeinsame Ausflüge und Reisen mit unterschiedlichen Themensetzungen organisiert. Alle hoffen, dass der Weg zu unbeschwertem Proben und Treffen nun bald wieder offen steht.

Ein schönes Nebenereignis der Jahreshauptversammlung: Aus einem privaten Nachlass hat Michelmann ein sorgfäl- tig geschriebenes Kassenbuch aus dem Jahr 1844/1845 zugesendet bekommen. Es wird dem Archiv des Vereins zugefügt.

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