Neue Software für die Feuerwehr

  • vonRedaktion
    schließen

Gießen(pm). Auch in der Gefahrenabwehr gewinnt der Einsatz moderner Technologien zur Datenverarbeitung an Bedeutung. So setzt die Berufsfeuerwehr Gießen seit einigen Jahren auf digitale einsatzrelevante Informationen, die in ein Geoinformationssystem eingebunden werden. Die hierfür verwendete App "iKAT" eines regionalen Software-Anbieters wurde nun in einer Kooperation zwischen Berufsfeuerwehr Gießen und Anbieter um eine sehr sinnvolle Funktion erweitert.

Der von der Berufsfeuerwehr seit nunmehr zwei Jahren verwendete Multikopter ("Droh-ne"), der zum Beispiel zur Erkundung weitläufiger Einsatzstellen, zur Personensuche oder zur Erkennung von Brandherden in Wäldern eingesetzt werden kann, ist nun durch eine Datenschnittstelle in das "iKAT"-System eingebunden. Die neue Funktion steht ab sofort zur Verfügung. "Damit ist es möglich, das Kamerabild sowie die Position des Fluggerätes direkt in der App anzuzeigen und mit dem situationsbedingt benötigten Karteninhalt zu hinterlegen", freut sich Kersten Nette, Projektleiter bei der Berufsfeuerwehr Gießen.

Unabhängig vom Standort des Piloten ist es nun möglich, aus "iKAT" live auf die Kamerabilder der Drohne zuzugreifen, die aktuelle Position, die Flugroute sowie weitere Flugdaten der Drohne (Höhe, Akkulaufzeit etc.) anzuzeigen. Der Nutzen: Die Lageerkundung auf unbekanntem Terrain bis hin zum Auffinden von Glutnestern oder die Überwachung einer Großschadenslage aus der Luft kann nun direkt vom Einsatzleiter im hinterlegten Kartenmaterial überwacht und beurteilt werden. Sturmschäden an Gebäuden oder Brücken können via Drohne besichtigt, beurteilt und dokumentiert werden, ohne Personen in Gefahr zu bringen. Mithilfe der in der Drohne installierten Wärmebildkamera kann zudem bei Flächen- und Vegetationsbränden, aber auch bei Personensuchen die Erkundung aus der Luft mit den Maßnahmen am Boden abgeglichen und damit ein schneller Einsatzerfolg erzielt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare