Mit der verspäteten Fahnenübergabe wurden die Jahrgänge 1970/2020 in die Gießener Fünfziger-Familie aufgenommen. Dafür bedankte sich auch Vorsitzende Claudia Otto (5. v. l), die von den Damen 1969/2019 mit einem Hammer samt Klingel bedacht wurde. 	(FOTO: TA)
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Mit der verspäteten Fahnenübergabe wurden die Jahrgänge 1970/2020 in die Gießener Fünfziger-Familie aufgenommen. Dafür bedankte sich auch Vorsitzende Claudia Otto (5. v. l), die von den Damen 1969/2019 mit einem Hammer samt Klingel bedacht wurde. (FOTO: TA)

Fahnenübergabe

Neue Gießener Fünfziger-Jahrgänge aufgenommen

  • Guido Tamme
    vonGuido Tamme
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Eine alte Tradition wird fortgesetzt: Jetzt gehören die Jahrgänge 1970/2020 dem Fünfziger-Gesamtverein an.

Gießen (ta). Normalerweise werden die im November neu gegründeten Jahrgangsvereinigungen ein halbes Jahr später in die große Gießener Fünfziger-Familie aufgenommen. Doch das traditionelle Frühlingsfest des Gesamtvereins mit Musik und Tanz hatte im vergangenen April Corona--bedingt abgesagt werden müssen. Wenigstens die althergebrachte Fahnenübergabe wurde nun jedoch nachgeholt.

Gesamtvorsitzender Otto Suckfüll begrüßte dazu im Saal des Restaurants »Lahngenuss« viele Mitglieder der neuen Jahrgangsvereinigungen 1970/2020 und der Paten-Jahrgänge 1969/2019. Je drei von ihnen zogen mit den historischen Fünfziger-Fahnen in den Saal ein.

Die rund 3700 Mitglieder freuten sich, dass die Neuen die 150 Jahre alte Gießener Tradition in ihrer Vereinigung verwirklicht hätten, versocherte Suckfüll.

Für den Jahrgang 69/19 überreichte Vorsitzende Alexandra Ramser ihrer Amtskollegin Claudia Otto einen Gummihammer mit Klingel am Stiel, was ihr die Leitung von Stammtischen und anderen Versammlungen erleichtern soll Joachim Hofmann wurde von 69er-Schriftführer Jan Scheufens mit einem Wimpel bedacht, der in Farbe und Design den Poloshirts der »Neuen« entsprach.

»Wir haben uns in einer schwierigen Zeit zusammengefunden, um Zeit mit Freunden zu verbringen«, sagte der Vorsitzende der 70er-Herren, der nach eigenem Bekunden eher zufällig an seinen Posten gelangt war. »Wir sollten jeden Tag genießen, als wenn es der letzte wäre« appellierte er an die Anwesenden; dies sei auch das Motto »der wilden Siebziger« gewesen.

Mit ein paar Anekdoten aus früheren Zeiten entpuppte sich »Joe« Hofmann als Entertainer, was ihm tosenden Beifall aus der Versammlung einbrachte. Und den Vorschlag des Gesamtvorsitzenden, später einmal sein Nachfolger zu werden.

Auf das Grußwort eines Vertreters der Stadt Gießen mussten die Fünfziger diesmal verzichten: Zeitgleich fand im Rathaus die Feier zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung statt.

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