Albrecht Beutelspacher, Leiter des Mathematikums, zeigt eines der neuen Experimente im Mini-Mathematikum: "farbige Schatten". FOTO: SCHEPP
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Albrecht Beutelspacher, Leiter des Mathematikums, zeigt eines der neuen Experimente im Mini-Mathematikum: "farbige Schatten". FOTO: SCHEPP

Neue Experimente für die Kleinen

  • vonSebastian Schmidt
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Gießen(seg). "Wir machen einen weiteren Schritt in Richtung neuer Corona-Normalität", sagt der Leiter des Mathematikums, Professor Albrecht Beutelspacher. Ab Samstag, 4. Juli, haben Interessierte wieder länger die Möglichkeit, das Mitmachmuseum zu besuchen. Die Öffnungszeiten sind ab dann durchgehend von 10 bis 18 Uhr. Für die kleinen Fans des Museum gibt es eine besonders gute Nachricht: Das Mini-Mathematikum öffnet ebenfalls wieder seine Tore.

Coronagerechte Versuche

Das sei aber nicht ohne Veränderungen gegangen. Beu- telspacher erklärt: "Wir haben uns jedes Experiment einzeln angesehen." Es seien zum Beispiel die Spiegel-Experimente aussortiert worden. "Die Kinder haben die Spiegel mit Mund und Nase berührt", sagt der Mathematiker. Zum anderen müssten die Versuche aber auch leicht sauber zu machen sein. Ein Experiment mit Hunderten Teilen lasse sich nicht schnell reinigen und sei deswegen abgebaut worden.

Um die Lücken zu schließen, gibt es aber Ersatz. "Wir haben uns neue Experimente ausgedacht und realisiert", erzählt Beutelspacher. So gebe es jetzt die Station "farbige Schatten". Die Kinder können dort mit unterschiedlichen Lichtern und Schatten experimentieren. "Es geht dabei um die additive Farbmischung", sagt der Experte und fügt mit einem Lachen an: "Das habe ich jetzt nur zum Angeben gesagt." Ebenfalls neu ist ein bunter Spielteppich. Hier sollen die Kinder je nach Farbe die Richtung wechseln. Bei der dritten Neuheit gibt es Holzteile wie ein Herz oder ein "X", die man auf einem Holzstift balancieren kann. Eine weitere Station wird ein coronagerechtes Seifenspiel sein. "Aber der Lieferant lässt uns gerade noch warten", erklärt Beutelspacher.

Ab Samstag hat auch wieder die Cafeteria geöffnet, aber mit reduziertem Sortiment. Der Shop des Mathematikums bleibe vorerst weiter geschlossen. "Unsere 15 Top-Artikel kann man ab jetzt an der Kasse kaufen", erklärt der Museumsleiter.

Trotz der Veränderungen geht Beutelspacher von weniger Besuchern in den nächsten Wochen aus: "An einem verregneten Ferientag sind es sonst 800 Besucher. Jetzt rechnen wir mit 250."

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