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Zwar ging die Gesamtzahl der erwischen Falschparker in Gießen 2014 zurück, durch höhere Verwarnungsgelder und ein deutliches Plus bei den Temposündern nahmen die Einnahmen der Stadt dennoch zu. (Foto: Schepp)

Neue "Blitzer", mehr Temposünder

Gießen (ck). Das Ordnungsamt der Stadt hat im vergangenen Jahr knapp 90 000 schriftliche Verwarnungsgeldverfahren nach Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr eingeleitet. Daraus resultierten Einnahmen in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten gut 70.500 Übertretungen das Stadtsäckel um 1,09 Mio. Euro bereichert.

Zugleich belegen die von der Stadt auf GAZ-Anfrage übermittelten Zahlen, dass erstmals seit 2010 eine Steigerung bei Fällen und Einnahmen zu verzeichnen war.

Hauptverantwortlich für das Plus im kommunalen Portemonnaie waren vor allem die neu installierten Radarmessgeräte in der Ostanlage sowie in den Stadtteilen Rödgen und Kleinlinden; obwohl sie erst Anfang Mai aufgestellt und einige Tage später "scharf" geschaltet wurden. Im Vergleich zum Vorjahr (15 348) stiegen die registrierten Geschwindigkeitsübertretungen auf 38 566, in der Folge flossen mit rund 650 000 Euro über 390 000 Euro mehr in die Kasse.

Zweiter Haupteinnahmeposten waren fehlende Parkscheine. In über 20 800 Fällen (plus 8 Prozent) bemängelten die Ordnungskräfte, dass Autofahrer ihre Fahrzeuge zwar im Bereich eines Parkautomaten abgestellt hatten, ohne aber einen Schein zu ziehen beziehungsweise ihn sichtbar im Auto anzubringen. Bei den Finanzen machte sich das überproportional stark bemerkbar, da die entsprechenden Verwarnungsgelder gemäß Straßenverkehrsordnung angehoben worden waren.

Nach gut 200 000 in 2013 kamen so etwa 324 000 Euro zusammen.

Im Vergleich zu 2013 deutlich stärker überwacht wurde auch das Parken auf Behindertenparkplätzen. Knöllchen an Nichtberechtigte wurden in 1070 Fällen verteilt, im Vorjahr waren es noch 390 gewesen. Auch das Parken auf Gehwegen mit Behinderung wurde restriktiver geahndet.

Dagegen wurden wegen verbotenem Parken in der Fußgängerzone, in verkehrsberuhigten Bereichen, auf Bewohnerparkplätzen, auf Gehwegen sowie wegen Parkens im Halteverbot - wie berichtet - weniger Knöllchen verteilt. Insgesamt ging im Deliktfeld falsches oder nicht erlaubtes Parken die Zahl der Verwarnungsgelder von rund 55 000 auf etwa 51 000 zurück.

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