Am Universitätsklinikum Gießen sind Besuche ab heute wieder möglich - in engen Grenzen.
+
Am Universitätsklinikum Gießen sind Besuche ab heute wieder möglich - in engen Grenzen.

Kliniken in Gießen

Uniklinik Gießen: Neue Regelungen - Evangelisches Krankenhaus zieht nach

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
    schließen

Die Landesregierung hat Anfang Juli beschlossen, die Corona-Beschränkungen in hessischen Krankenhäusern zu lockern. Seit Mittwoch dürfen Patienten wieder besucht werden. Die drei Gießener Kliniken gehen unterschiedlich damit um. Während im St. Josefs Krankenhaus schon am Mittwoch Besuche möglich waren, treten die neuen Regeln am UKGM heute in Kraft. Das EV zieht in den nächsten Tagen nach.

Es ist ein erheblicher Aufwand für die drei Gießener Krankenhäuser, die neuen Lockerungen der Besuchsregelungen an hessischen Kliniken umzusetzen. Nach dem grundsätzlichen Besuchsverbot in der Corona-Pandemie dürfen Patienten seit Mittwoch in den ersten sechs Tagen des Krankenhausaufenthalts wieder insgesamt zwei Besuche empfangen. Laut Beschluss des Corona-Kabinetts dürfen dabei aber maximal zwei Personen kommen. Ab dem siebten Tag dürfe sogar täglich Besuch empfangen werden. Jedoch obliegt es jeder Klinik, in diesem Rahmen eigene Abläufe festzulegen.

UKGM-Besuchszeit von 14 bis 17 Uhr

Im St. Josefs Krankenhaus/Balserische Stiftung werden die neuen Regelungen bereits seit Mittwoch umgesetzt. »Konkret bedeutet das, dass innerhalb der ersten sechs Tage maximal zwei Besuche von höchstens einer Person und von einer Stunde Dauer möglich sind«, sagt Geschäftsführer Andreas Leipert. Ab dem siebten Tag des Krankenhausaufenthalts sei täglich ein Besuch von höchstens zwei Personen von einer Stunde Dauer gestattet.

Das Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) öffnet den Standort Gießen am heutigen Donnerstag für Besuche, hat dafür unter anderem allerdings eine Besuchszeit von 14 bis 17 Uhr vorgesehen. »Hygiene und die Sicherheit für Patienten, Mitarbeiter und Besucher und Angehörige stehen - da die Pandemie nicht vorüber ist - allerdings immer noch an oberster Stelle«, sagt UKGM-Sprecher Frank Steibli.

Grundsätzlich gelte für Besucher daher weiterhin, dass das Uniklinikum nicht betreten werden darf, wenn man sich kürzlich in einem Coronavirus-Risikogebiet aufgehalten hat, Kontakt zu einem an Covid-19 Erkrankten oder zu einem unter Quarantäne stehenden Menschen hatte sowie selbst eine Atemwegserkrankung aufweist. Alle anderen Besucher müssen sich an Regeln halten. Neben der Einhaltung der Besuchszeit (Ausnahmen gelten für die Intensiv- und IMC-Stationen sowie für die Kinderklinik) sind das am UKGM folgende Punkte:

Besuche sind nur mit Mund-Nase-Schutz möglich, der die gesamte Besuchszeit über getragen werden muss, und unter Einhaltung der Abstandsregeln von 1,50 Meter.

Alle Patienten müssen vorher gegenüber der Klinik angeben, wer sie besuchen darf. Besucher, die nicht auf der Besucherliste stehen, dürfen die Klinik nicht betreten.

In den ersten sechs Tagen eines Klinikaufenthalts sind zwei Besuche erlaubt, es darf allerdings nur eine Person pro Besuch kommen. Hier unterscheiden sich die Regelung des UKGM und des St. Josefs Krankenhauses von der Empfehlung der Landesregierung. Ab dem siebten Tag des Klinikaufenthaltes darf der Patient jeden Tag von einer Person besucht werden.

An den Eingängen des Uniklinikums in der Klinikstraße 33 (Haupteingang) und in der Feulgenstraße (Kinderklinik) prüft der Sicherheitsdienst, ob der Besucher das Klinikum betreten darf. Dazu ist es notwendig, den Personalausweis bereitzuhalten.

In jedem Patientenzimmer liegt eine Besucherliste aus, in der sich alle Besucher unaufgefordert eintragen müssen. Nach dem Besuch nimmt das Pflegepersonal die Listen in Verwahrung. Die Daten dienen zur Nachverfolgung von Infektionsketten. »Die Besucherlisten werden geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte einen Monat lang aufbewahrt und nach Ablauf der Frist datenschutzkonform vernichtet«, betont Steibli. »Aufgrund dieser umfangreichen Regelungen für Besuche bitten wir schon jetzt um Verständnis für eventuelle Wartezeiten.«

Am Agaplesion Evangelisches Krankenhaus brauchen die Patienten noch etwas Geduld, denn die Lockerungen werden dort erst in den nächsten Tagen umgesetzt. Dazu führt die Klinik eigens neue Software und eine App ein, in der man sich registrieren muss. »Wir wollen uns so schnell wie möglich öffnen. Ich denke, es wird Ende dieser oder Anfang nächster Woche klappen«, sagt Geschaftsführer Sebastian Polag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare