Das Messegelände an den Hessenhallen ist als Standort für eine Multifunktionsarena im Gespräch. FOTO: SCHEPP
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Das Messegelände an den Hessenhallen ist als Standort für eine Multifunktionsarena im Gespräch. FOTO: SCHEPP

Multifunktionsarena

Neubau einer Arena in Gießen wird geprüft

  • Burkhard Möller
    vonBurkhard Möller
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Die Stadt Stadt und die Gießen 46ers wollen eine zusätzliche Machbarkeitsstudie zum Bau einer Multifunktionsarena vergeben. Die Hessenhallen sind als Standort im Gespräch.

Gießen(mö). Erst wurde eine neue Geschäftsführung installiert, dann stoppte die Corona-Pandemie den Spielbetrieb, und schließlich wurden auch noch wirtschaftliche Probleme beim Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers bekannt. Wie und wann es vor diesem Hintergrund generell und speziell in Gießen mit dem Profibasketball weitergeht, ist derzeit unklar.

Unabhängig davon machen sich der Club sowie die Politik in Gießen und Wiesbaden weiterhin Gedanken über die langfristige Perspektive für erstklassigen Basektball in Gießen. So soll demnächst eine vertiefende Studie über die Machbarkeit einer Multifunktionsarena als neue Heimspielstätte für die 46ers in Auftrag gegeben werden. Dies kündigte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz am Donnerstagabend im Stadtparlament an. "Nach einem Informationsaustausch mit einigen Aufsichtsratsmitgliedern der Trägergesellschaft der 46ers wurden ein Anforderungskonzept und eine Kostenschätzung für die Studie erstellt. Das Vergabeverfahren kann jetzt begonnen werden", sagte die Sportdezernentin auf Anfrage der FDP-Stadtverordneten Manuela Giorgis. Mit einem Ergebnis sei aber erst im späteren Herbst zu rechnen.

Wie Grabe-Bolz sagte, befinde sich die Stadt schon länger im engen Austausch mit den Gießen 46ers bezüglich der Sicherung und Weiterentwicklung des Basketballstandortes Gießen im Profibereich. Die Errichtung einer neuen Halle sei dabei ein Thema.

Bisher liegt eine Machbarkeitsstudie vor, die von den 46ers beauftragt und finanziert wurde. Diese Version ist nach Meinung von Stadt und 46ers aber weiterzuentwickeln. Hierzu seien Fragen zur Größe der Halle, der Finanzierung, des Betriebs- und Vermarktungskonzeptes sowie der künftigen Nutzer zu beantworten. "Insofern befinden wir uns in einer noch frühen Phase dieses Projektes", erklärte die SPD-Politikerin. Die weiterführende Studie soll laut Grabe-Bolz insbesondere eine Anwort auf die Frage geben, ob sich eine Multifunktionshalle mit einem Ankermieter Gießen 46ers hinsichtlich der Betriebskosten tragen könnte.

Im Boot sei auch die Landesregierung und "MP" Volker Bouffier. Grabe-Bolz: "Zwischen Ministerpräsident Bouffier und mir besteht Einigkeit darüber, dass Handlungsbedarf darin besteht, den Profi-Basketball in Gießen auch zukünftig zu ermöglichen." Dies schließe einen weiteren Umbau der Osthalle sowie den Bau einer neuen Halle als "Optionen" ein. Hinsichtlich der finanziellen Beteiligung des Landes seien zwar keine Zusagen gemacht, aber in Aussicht gestellt worden, dass es eine Beteiligung geben könnte.

Eine denkbare Vorgehensweise für den Betrieb der Halle besteht nach Ansicht des Magistrats in einer Zusammenarbeit mit der Messe Gießen GmbH. Eine Festlegung zu dieser Betriebsform sei aber noch nicht getroffen. Das Gesamtkonzept muss laut OB zunächst verfeinert werden. Die Geschäftsführung der Messe und die 46ers hätten Anfang 2019 dazu eine Absichtserklärung formuliert, den Standort Hessenhallen zu nutzen.

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