Nächster Schritt im Flussstraßenviertel

  • Christoph Hoffmann
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Gießen(chh). Die Bagger rollen bereits im Flussstraßenviertel. Dort, wo einst die Schreinerei Möll ansässig war, soll ein Spielplatz entstehen. Für den angrenzenden Bereich hat der Magistrat nun einen ersten Bebauungsplan vorgelegt. Er betrifft das Areal zwischen Werrastraße und Marburger Straße. Im Norden wird der Geltungsbereich durch die Sudetenlandstraße und im Süden durch den Schwarzlachweg begrenzt. "Dabei handelt es sich um die erste konkretisierte Planung der Rahmenplanung für das Flussstraßenviertel, die auf 30 bis 40 Jahre angelegt ist", betont Bürgermeister Peter Neidel.

Die Wohnbau will das Areal umstrukturieren. Die Idee sieht unter anderem vor, nahezu alle bestehenden Häuser abreißen und die Neubauten ein Stück nach hinten, in Richtung der weitläufigen Wiesen, versetzen zu lassen. Dadurch würden auch dringend benötigte Parkflächen entstehen. Die Häuserblöcke stammen größtenteils aus den 50er Jahren, viele sind marode, einige Wohnungen musste die Wohnbau wegen Setzrissen schon als unbewohnbar erklären. Derzeit befinden sich in dem Areal 678 Wohneinheiten, am Ende des Prozesses könnten es laut Planung 698 sein.

Sozial-, umwelt- und verkehrsverträglich seien drei zentrale Schlagworte der Planung, betont Neidel und fügt hinzu: "Es soll zu keiner Vertreibung der Bewohner kommen. Am Ende sollen sie in ihre Straßen zurückkehren können." Das Umzugsmanagement laufe bereits, der Neubau in der Fuldastraße beispielsweise diene den Menschen, die ihre Häuser nun verlassen müssen, als Ausweichquartier.

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