Nachgebaute Straßenbahn rollt

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Mit einer weiteren großen Aktion wollen Verkehrswende-Initiativen in Gießen für ihren Plan einer autofreien Innenstadt sowie umwelt- und sozial gerecht gestalteter Mobilität durch Fahrradstraßen und Straßenbahnen werben. "Am kommenden Freitag werden Neustadt und Teile des Pfarrgartens in ein großes Straßenfest verwandelt, um zu zeigen, dass eine autofreie Innenstadt lebenswerter ist", heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung, die von der Projektwerkstatt Saasen koordiniert wird.

Mit einer weiteren großen Aktion wollen Verkehrswende-Initiativen in Gießen für ihren Plan einer autofreien Innenstadt sowie umwelt- und sozial gerecht gestalteter Mobilität durch Fahrradstraßen und Straßenbahnen werben. "Am kommenden Freitag werden Neustadt und Teile des Pfarrgartens in ein großes Straßenfest verwandelt, um zu zeigen, dass eine autofreie Innenstadt lebenswerter ist", heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung, die von der Projektwerkstatt Saasen koordiniert wird.

Freuen können sich auch Radfahrer, denn ab Ecke Bahnhofstraße bis zum Ende der Lahnbrücke (Rodheimer Straße) haben sie an diesem Tag eine Fahrspur als Fahrradstraße für sich allein. Daneben soll ein kleiner Straßenbahnnachbau rollen – als Werbung für den Bau einer "RegioTram". "Auf diese Weise wollen wir zeigen, wie attraktiv Gießen sein kann, wenn es gelingt, die Autos aus der Stadt zu drängen."

Die Aktionen am Freitag beginnen um 11.30 Uhr am Berliner Platz mit einer Kundgebung und Demo der Schüleraktion Fridays for Future. Ab mittags werden dann in der Neustadt Kulturinitiativen und Künstler für Musik und Unterhaltung sorgen. Um 15 Uhr startet die erste große Fahrraddemo des Tages ab Pfarrgarten über Marktplatz, Berliner und Ludwigsplatz zur Nordanlage. Ein "besonderer Zwischenstopp" ist auf der unteren Grünberger Straße geplant, bilde der dortige Abschnitt mit sieben Autospuren, komplett fehlenden Fahrradbereichen und zugeparkten, kaputten Fußwegen "das anschaulichste Beispiel städtischer Fehlplanung".

Die Fahrraddemo endet am Oswaldsgarten. Dort stehen Info-Stände, es gibt Spiele, Fahrradwerkstätten, Musik und Kunst sowie ab 17 Uhr einen Polit-Talk, bei dem die eingeladenen Stadtparlamentsfraktionen ihre Position zur künftigen Verkehrspolitik in Gießen darlegen können. Ebenfalls von 15 bis 21 Uhr sind die Fahrradstraßen geöffnet, das heißt Radler können vom Marktplatz zum Oswaldsgarten und über die Lahnbrücke auf eigenen Spuren in beide Richtungen fahren. Die Veranstalter: "Mit dieser Gestaltung setzen wir für einige Stunden um, was in unserem Verkehrswendeplan für Gießen als zukünftige dauerhafte Lösung gefordert wird. Unsere Aktionen sollen der die Probleme aussitzenden Politik Feuer machen, endlich zu handeln und für eine umwelt- und menschenfreundliche Mobilität, Stadtgestaltung und Sozialpolitik zu sorgen."

Im Vorfeld werden Info-Blätter verteilt, um Anwohner und Ladeninhaber über die geänderte Verkehrsführung und die Bushaltestellen-Verlegungen (l.) zu informieren.

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