Nach Verfolgungsjagd geschnappt

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Gießen (pm). In der Nacht zum Dienstag lieferte sich ein Nissanfahrer eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Er wollte sich in Gießen offenbar einer Verkehrskontrolle entziehen. An der Verfolgung und der anschließenden Suche nach den Insassen beteiligten sich mehrere Streifenwagen, von denen drei beschädigt wurden. Ein Polizeihubschrauber kam ebenfalls zum Einsatz.

Der Nissan fiel gegen 0.45 Uhr einer Polizeistreife in der Nordanlage auf. Trotz Anhaltesignalen flüchtete der Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit. Teilweise fuhr er in der Gießener Innenstadt mit etwa 120 km/h und ignorierte das Rotlicht mehrerer Ampeln. Er fuhr über die Heuchelheimer Straße und bog auf die Bundesstraße 429 in Richtung Linden/Wetzlar ab.

Sperre umfahren

Auf der Bundesstraße versuchte er eine Polizeistreife abzudrängen. Als ein weiterer Streifenwagen auf dem Seitenstreifen am Pkw vorbeizog, kam es zu einer Berührung beider Fahrzeuge. Im Anschluss fuhr der Flüchtende auf die Bundesstraße 49 auf und bei Lahnau wieder ab. In Dorlar führte die Verfolgung über den Kreisel in Richtung Waldgirmes. Nachdem er aus dem Kreisel gefahren war, kam es zur einer weiteren Kollision mit einem Funkwagen. Dabei wurden beide Fahrzeuge beschädigt.

Der Flüchtende fuhr weiter und beschleunigte auf etwa 120 km/h. Am Ortseingang von Waldgirmes umfuhr er über den Gehweg eine mit Streifenwagen aufgestellte Straßensperre. Dabei touchierte er einen weiteren Funkwagen. In Wetzlar-Naunheim bremste der Fahrer letztlich das Fahrzeug ab und flüchtete, ebenso wie zwei weitere Insassen, in unterschiedliche Richtungen. Kurze Zeit später nahmen Polizisten einen 18-Jährigen aus Wetzlar fest. Dabei handelt es sich mutmaßlich um einen Mitfahrer. Mehrere Streifenwagen und ein Hubschrauber fahndeten nach dem Fahrer und dem weiteren Insassen.

Drogentest positiv

Gegen 6 Uhr stellte sich ein 20-Jähriger Mann aus Wetzlar auf der Wetzlarer Polizeiwache. Während der Alkoholtest negativ verlief, reagierte ein Drogentest positiv auf THC. der Mann musste sich auf der Wache einer Blutentnahme unterziehen. Auf den jungen Mann, der offenbar Fahrer des Nissan war, kommen nun Strafanzeigen wegen Straßenverkehrsgefährdung und Verkehrsunfallflucht zu. In einer ersten Vernehmung räumte er ein, aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre und deren Folgen geflüchtet zu sein.

Zeugen, die die Flucht des Nissan beobachtet habeen, werden gebeten, sich mit der Polizeistation Gießen-Nord unter 06 41/70 06-37 55 in Verbindung zu setzen.

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