Blick durch den Zaun der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen. (Archivbild)
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Blick durch den Zaun der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen. (Archivbild)

Erstaufnahmeeinrichtung

Nach Corona-Ausbruch in HEAE in Gießen: Geflüchtete sollen „sehr zeitnah“ geimpft werden

  • Christoph Hoffmann
    VonChristoph Hoffmann
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Noch immer gibt es in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen etliche Infizierte. Aber die Lage hat sich gebessert. Nun sollen Impfungen folgen.

Gießen – In den vergangenen Wochen hat die hohe Zahl der Corona-Infektionen in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Rödgener Straße für Aufsehen gesorgt. Zeitweise waren über 200 Bewohner infiziert. Das sind über zehn Prozent. Doch die Situation hat sich gebessert. Laut Thorsten Haas, Pressesprecher des zuständigen Regierungspräsidiums in Gießen, wurden am Standort Gießen am Freitag 88 positive Fälle verzeichnet, in allen hessischen HEAE-Einrichtung zusammengenommen waren es 123. Als Maßnahme gegen die Ausbreitung sind in Gießen zuletzt mehrere Dinge umgesetzt worden. So wurden zum Beispiel zwei Leichtbauhallen aufgestellt, um die Menge an Bewohnern zu entzerren.

Corona-Impfungen in Erstaufnahmeeinrichtung: Geflüchtete bekommen Johnson&Johnson

Vor allem das Impfen soll in den kommenden Wochen für zusätzliche Entlastung sorgen. Laut Haas hat das Land Hessen kürzlich erstmals eine Lieferung über 16 800 Dosen des Impfstoffs von Johnson&Johnson erhalten. Dieser Impfstoff sei für den Einsatz bei Geflüchteten gut geeignet, da nur eine Dosis gespritzt werden müsse und die Bewohner oft nicht allzu lange an einem Ort bleiben würden. Auch bei Obdachlosen plant das Land, diesen Impfstoff anzubieten. Haas: »Die Impfungen in der HEAE sollen sehr zeitnah beginnen, an einem Konzept zur Impfung in Obdachlosenunterkünften wird aktuell noch gearbeitet.« (chh)

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