Blick in das Plakatarchiv des Museums. FOTO:PM
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Blick in das Plakatarchiv des Museums. FOTO:PM

Nabelschau im besten Sinne

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Gießen (pm). Die eigenen Ausstellungsplakate des Oberhessischen Museums sind Thema der neuen Kabinettausstellung im Erdgeschoss des Alten Schlosses. Sie stammen vor allem aus den 80er Jahren, also aus dem Zeitraum, der in der großen Sonderausstellung ab 13. März betrachtet wird.

Kunstschauen in den 80er Jahren

Die Beschäftigung mit dem Jahrzehnt, das für die Geschichte und Entwicklung des Oberhessischen Museums eine wesentliche Rolle spielte, wurde zum Anlass genommen, auch die eigenen Plakate einmal genauer anzusehen.

So werden Themen und Inhalte vergangener Sonderausstellungen in den Blick genommen, das eigene Ausstellungsprogramm wird reflektiert und die Geschichte der Institution sichtbar dokumentiert. Nicht zuletzt sind die unterschiedlichen Plakate kreativ gestaltete Produkte, die hinsichtlich ihrer ästhetischen Wirkung beurteilt werden können.

Die Kunst wurde zum Sammlungsschwerpunkt im Alten Schloss. Im Jahr 1980 wurde das Alte Schloss als Museum wiedereröffnet, es war nun Hauptsitz und bekam den inhaltlichen Schwerpunkt Kunst zugeordnet. Als erste Ausstellung wurden Aquarelle und Zeichnungen des Gießener Architekten Hugo von Ritgen gezeigt. Es folgten zahlreiche Einzelausstellungen im Erdgeschoss des Alten Schlosses, die vor allem zeitgenössischer Kunst gewidmet waren.

Die nun ausgewählten Plakate aus dieser Zeit kündigten international und regional bekannte Künstler an, darunter waren Max Beckmann, K.O. Götz, Dieter Mulch, Karl Oppermann, Otto Ritschl, Sepp Thiele oder Benno Walldorf. Das Museum war zu dieser Zeit ein Ort kultur- und kunsthistorischer Bildung. Vereinzelte Themenausstellungen wie Juden in Hessen, Welt der Bilder - Bilder der Welt und 375 Jahre Universität Gießen setzten sich mit der Regionalgeschichte auseinander und arbeiteten diese auf.

Das Programm und die Kunst der 80er Jahre haben das Museum - besonders die Sammlungsausrichtung - bis heute geprägt.

In den vergangenen Jahren wurden andere Schwerpunkte verstärkt, die sich auch in der Plakatgestaltung ablesen lassen. Auch die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte, wie in dieser Kabinettausstellung, gewinnt zunehmend an Bedeutung.

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