Mit Musicalmelodien Besucherherzen erobert

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Die gute Nachricht zuerst. Eigentlich kam sie erst, als sich das Gastspiel "Musical Highlights" in der Kongresshalle auf den letzten musikalischen Metern befand. Begeistert applaudierten die Besucher den sechs Künstlern und gaben mit Standing Ovations ihr Urteil über einen Gastspielabend ab, der seit einiger Zeit schon unter den ersten des neuen Jahres ist. Und das wird auch so bleiben! Die Karten für den Januartermin des Jahres 2020 können bereits geordert werden. Bleibt als schlechte Nachricht nur noch die, dass auch der schönste Abend einmal zu Ende geht. Was in diesem Fall bedeutete, dass nach dem Programm, das viele Träume wahr werden ließ, der Weg zurück in eine von trübem Nieselwetter dominierte Nacht führte.

Die gute Nachricht zuerst. Eigentlich kam sie erst, als sich das Gastspiel "Musical Highlights" in der Kongresshalle auf den letzten musikalischen Metern befand. Begeistert applaudierten die Besucher den sechs Künstlern und gaben mit Standing Ovations ihr Urteil über einen Gastspielabend ab, der seit einiger Zeit schon unter den ersten des neuen Jahres ist. Und das wird auch so bleiben! Die Karten für den Januartermin des Jahres 2020 können bereits geordert werden. Bleibt als schlechte Nachricht nur noch die, dass auch der schönste Abend einmal zu Ende geht. Was in diesem Fall bedeutete, dass nach dem Programm, das viele Träume wahr werden ließ, der Weg zurück in eine von trübem Nieselwetter dominierte Nacht führte.

Gießen ist zweifellos ein gutes Pflaster für Freunde des Musicals. Das hat sehr wohl etwas mit diesem Ensemble zu tun, das sich hier seit einigen Jahren zum kurzweiligen Gastspiel die Ehre gibt. Jedes Jahr hat der geneigte Konzertbesucher das Gefühl, dass eine Steigerung nicht möglich ist. Schließlich sind die Interpreten dieses Genres wahre Multitalente, müssen nicht nur über gute Stimmen verfügen, sondern auch tanzen und Kondition für einen gut zweieinhalb Stunden dauernden Auftritt haben. Von schauspielerischen Qualitäten ganz zu schweigen.

Drei Veränderungen hat es im Ensemble seit der letzten Visite in Gießen gegeben. Geblieben sind die drei Publikumslieblinge Sabine Neibersch aus dem österreichischen Klagenfurt, der US-Amerikaner Kevin Witherspoon, seit nunmehr 20 Jahren Mitglied im Ensemble, und der Engländer Mark Daye, der kürzlich in Las Vegas das Publikum begeisterte. Neu sind Sopranistin Marilyne Bäjen, die sich nach zehn Jahren klassischer Gesangsausbildung für das Musical entschied und auch als Gesangsdozentin tätig ist, die gebürtige Niederländerin Lara Grünfeld und ihr Landsmann Jeffrey Italiander, der stimmlich ebenso beeindruckte wie als Blickfang in der "Rocky Horrorshow" oder als Monster von Frankenstein. Alle eine Bereicherung.

Bemerkenswert an den Künstlern der "Musical Highlights" ist alljährlich das perfekte Zusammenspiel in den drei Grundfähigkeiten eines Musicalakteurs sowie die jedem eingeräumte Möglichkeit, sich in Solopartien zu profilieren. Thematisch sind dem Musical ohnehin keine Grenzen gesetzt. Da werden nicht nur Träume wahr, wie etwa bei "Joseph", im "Starlight Express" oder beim dank "Love and Peace" unsterblich geworden "Hair". Räumlich sind dem Musical ohnehin keine Grenzen gesetzt, von den Weiten des Weltalls geht es über die afrikanische Savanne mit dem "König der Löwen" mit der Erkenntnis "Der ewige Kreis" und "Er lebt in Dir" bis in die Disney-Welt mit Arielle "Unten im Meer". Nicht immer geht es dabei "Frei und schwerelos" (Wicked) zu, auch die dunklen Seiten des Lebens werden nicht ausgespart: "Little shop of horrors", "Phantom der Oper", "Young Frankenstein". Immer wieder mitreißend die Szenen aus "Dirty Dancing" und "Grease", als absolute Gesamtkunstwerke jeweils am Ende eines Programmblocks platziert. Eine Hommage an Udo Jürgens fehlte ebenso wenig wie zwei Musicalbeiträge von Björn und Benni von Abba.

Wer nicht genug bekommen konnte, kann noch am heutigen Dienstag in Wetzlar und etwas später in Marburg das Programm genießen. Zu Hause angekommen, konnte man im TV miterleben, wie Helene Fischer mit Auszeichnungen überhäuft wurde. Auch über sie soll schon ein Musical geplant sein.

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