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Hier könnte der Anbau entstehen.

Anbaupläne am LLG

Müssen Bäume Schulerweiterung in Gießen weichen?

  • Burkhard Möller
    VonBurkhard Möller
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Das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium benötigt »dringend« weitere Klassenräume. Der ausgeguckte Platz für einen Anbau stößt in der Nachbarschaft auf wenig Begeisterung.

Gießen (mö). Im unteren Blumenviertel zum Landgraf-Ludwigs-Gymnasium hin sind die Anwohner aufmerksam, wenn es um bauliche Veränderungen auf dem Schulgelände geht. So blieb es Bewohnern des Tulpenwegs nicht verborgen, als jüngst auf der Grünfläche neben dem Schulsportplatz ein Ortstermin mit Architekt sowie Behörden- und Schulvertretern stattfand.

Mit ihrer Vermutung, dass da Ausschau nach einem Bauplatz gehalten wurde, lagen die Anwohner richtig. »Am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium werden dringend weitere Unterrichtsräume benötigt. Vor diesem Hintergrund finden aktuell Vorplanungen und Voruntersuchungen statt, um eine geeignete Fläche für einen Anbau zu identifizieren. Die an das nördlich stehende Gebäude angrenzende Fläche scheint hierfür geeignet«, bestätigt Stadtsprecherin Claudia Boje. Sobald konkretere Planungen vorlägen und die notwendigen Abstimmungen erfolgt seien, werde dies auch öffentlich präsentiert werden.

Ein Anwohner, der sich an die Zeitung gewandt hatte, will von einem dreistöckigen Anbau in Holzbauweise erfahren haben. Bei ihm hält sich die Begeisterung über das Vorhaben mit Blick auf die zwei großen Bäume, die gefällt werden müssten, in Grenzen. »Das sind die einzigen Schattenspender in dem Bereich«, gibt der Anwohner zu bedenken. Außerdem sei den Anwohnern vor Jahren, als die Außensportanlage des LLG entstand, versichert worden, dass dies die letzte Baumaßnahme in diesem Bereich des Schulgeländes sein werde.

Diese Zusage betraf laut Stadt das Schulsportprojekt selbst. Im Dialog mit den Nachbarn sei damals zugesichert worden, dass die zu diesem Zeitpunkt geplante Laufbahn entlang der nördlichen Grenze, wo ein Grünstreifen das Schulgebäude und die ersten Häuser des Tulpen- und Nelkenwegs trennt, nicht gebaut werde, sondern lediglich ein Ballsportfeld. »Diese Zusage wird eingehalten«, betont Stadtsprecherin Boje.

Durch Maßnahmen, die unter anderem die Nutzung der Schulsportanlage auf die Unterrichtszeit beschränken und eine Fremdnutzung des Schulhofes vor allem in den Abendstunden verhindern, seien alle Zusagen, die damals auch vertraglich zwischen Schule und Stadt fixiert wurden, eingehalten worden.

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