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Zwischen Elefantenklo und Wieseckbrücke wird die Frankfurter Straße nächste Woche stadtauswärts gesperrt. FOTO: SCHEPP

Verkehr

Ab Montag Sperrungen rund ums E-Klo in Gießen

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Verkehrsteilnehmer in Gießen müssen ab Montag rund ein Jahr lang mit Störungen auf einer der wichtigsten Straßen der Stadt rechnen.

Gießen(pm). Über ein Jahr lang soll eine Großbaustelle rund ums Elefantenklo für massive Verkehrsbeeinträchtigungen sorgen. Bereits ab kommenden Montag (4. Mai) wird der unterste Abschnitt der Frankfurter Straße stadtauswärts gesperrt. Grund ist die aufwendige Erneuerung von Leitungen. Das teilen die Stadtwerke Gießen mit.

Vier Bauabschnitte

Das eigentliche Sanierungsprojekt startet am 11. Mai. Doch schon eine Woche früher beginnt die beauftragte Firma BAS, Fahrstreifen zu markieren, Bereiche abzusperren und Schilder aufzustellen.

Im ersten Abschnitt wird die Frankfurter Straße stadtauswärts von der Einmündung Südanlage bis zur Wieseck-Brücke gesperrt. Zufahrten zu Höfen bleiben offen, die Gehwege sind nutzbar. Die Südanlage wird zugleich in beiden Richtungen teilweise gesperrt; nur noch ein Fahrstreifen steht zur Verfügung.

Mit dem Fortschreiten der Arbeiten wird die Verkehrsführung "immer wieder an die jeweils neue Situation angepasst", erklärt Unternehmenssprecherin Ina Weller. "Wir bitten schon heute um Verständnis und versprechen, alles zu unternehmen, um die Behinderungen auf ein Minimum zu reduzieren."

Dem solle auch die Einteilung der Gesamtmaßnahme in vier Bauabschnitte dienen, ergänzt Projektleiter Stefan Ruckstuhl: "Auf diese Weise können wir die Einschränkungen räumlich und zeitlich ein Stück weit begrenzen und Sperrungen wieder aufheben, wenn ein Teilabschnitt erledigt ist." Keine Engpässe geben soll es bei der Versorgung mit Gas und Wasser. Nach detaillierter Planung verlegen die SWG zunächst die neuen Leitungen und binden sie ins Netz ein. Danach hängen die Monteure die Hausanschlüsse um. Erst wenn die funktionieren, holen sie die alten Rohre und Armaturen aus der Erde.

Auch deshalb erforderten die Arbeiten viel Zeit und Platz, so Ruckstuhl. Stellenweise müssten "provisorische Bypässe" gebaut werden. Auch die vor allem in der Westanlage stehenden alten Bäume wirkten sich auf die Bauarbeiten aus. Um sie zu schützen, führten die SWG die Leitungen um sie herum.

Um "die Versorgungssicherheit auf dem gewohnt hohen Niveau zu halten", werden zum einen die alten Erdgasrohre aus Grauguss gegen moderne Kunststoffleitungen ausgetauscht. Um die Straßen nicht in den nächsten Jahren erneut aufreißen zu müssen, werden außerdem die verhältnismäßig alten Wasserleitungen ersetzt. Das wäre normalerweise erst in den nächsten Jahren nötig gewesen. "Wir nutzen die geöffneten Gräben. Das erspart allen Beteiligten viel Ärger", so Ina Weller.

Derzeit gehen die Verantwortlichen der Stadtwerke davon aus, dass sie das Großprojekt im Juni 2021 zum Abschluss bringen - "vorausgesetzt, dass alles läuft wie geplant". Zu Verzögerungen führen könnte etwa ein kalter Winter mit wochenlangem Bodenfrost.

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