"Modeschule Gießen" wirbt als eigenes Label

Gießen (so). "Abteilung Textiltechnik und Bekleidung an der Willy-Brandt-Schule" lautete die sperrige Bezeichnung bislang - das ist Vergangenheit: Der Fachbereich mit mehreren unterschiedlich gelagerten Ausbildungsgängen an der Berufsschule des Landkreises firmiert künftig kurz und prägnant als "Modeschule Gießen".

Gießen (so). "Abteilung Textiltechnik und Bekleidung an der Willy-Brandt-Schule" lautete die sperrige Bezeichnung bislang - das ist Vergangenheit: Der Fachbereich mit mehreren unterschiedlich gelagerten Ausbildungsgängen an der Berufsschule des Landkreises firmiert künftig kurz und prägnant als "Modeschule Gießen". Damit soll auch in der Außenwirkung unterstrichen werden, dass dort mehr geboten wird - mehr als bislang und mehr als andernorts, wie die Fachlehrerinnen Nathalie Nurbakhsch, Dorothee Frank, Helga Bröder und Jasmin Lissner unterstreichen.

Was und wie - das können Interessierte kennenlernen beim Info-Tag der Modeschule in den Räumen der Willy-Brandt-Schule am 2. März von 10 bis 15 Uhr. Da besteht Gelegenheit, Ausbildung und Unterricht in Theorie und Praxis genauer kennenzulernen. Damit entsprechend geplant werden kann, wird um Anmeldung gebeten bis zum 23. Februar unter Tel. 06 41/26 46, Fax 06 41/20 19 60 oder per Mail an info@wbs-giessen.de.

Weitere Gelegenheit zum Kennenlernen ist die große Modenschau der Schule am 18. März.

Da ist zum einen der Beruf des/der Bekleidungstechnischer Assistent/in - eine Ausbildung, die vornehmlich auf die Bekleidungsindustrie abzielt und eine Prozesskette vom Design bis zum Verkauf umfasst.

Mögliche Einsatzgebiete reichen von der Erstellung des Erstschnitts über Materialeinkauf und Fertigung bis hin zur Qualitätssicherung, Kollektionserstellung und dem Marketing. Eine zweijährige Höhere Berufsfachschule führt zum Abschluss. Voraussetzungen sind die Versetzung nach Jahrgangsstufe 11; Realschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkanntes anderes Zeugnis.

Zum anderen gibt es den Maßschneider in vollschulischer Ausbildung - acht von zehn sind heutzutage jedoch Maßschneiderinnen. Voraussetzungen sind Spaß an kreativem Arbeiten und handwerkliches Interesse. Mögliche Einsatzgebiete sind in der Zuarbeit zu Theatern, Musicals- und TV-Produktionen, aber auch Ändern und Aufarbeiten von Bekleidung sowie Maßschneiderei, auch im eigenen Atelier.

Voraussetzungen sind im ersten Lehrjahr ein Berufsgrundbildungsjahr und der Hauptschulabschluss. Interessenten sollten nicht älter sein als 18 Jahre. Das 2. und 3. Lehrjahr umfasst das Berufsgrundbildungsjahr oder folgend die Fachoberschule Textiltechnik/ Bekleidung.

An der Fachoberschule in der Fachrichtung Textiltechnik und Bekleidung führt der Weg zu einem höheren Schulabschluss; der Lehrplan orientiert sich an den Anforderungen der Hochschulen. Der Abschluss - die Allgemeine Fachhochschulreife - ermöglicht ein Studium an jeder Fachhochschule und an vielen Universitäten im Lande (Bachelor-Studiengänge) - unabhängig vom dort zu wählenden Fach.

Der Zugang zur zweijährigen Fachoberschule erfolgt nach der 10. Klasse (Abschluss Mittlere Reife) oder nach einer Ausbildung in der Modebranche (Maßschneider, Bekleidungstechnischer Assistent, Modenäher, Designer...)

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