Die Mitglieder des "ECO2"-Projekts (v. l.) Johannes Struck, Erik Greß und Abteilungsleiter Jochen Stengel stellen den Energie- und Ressourcenbericht für 2019 vor. FOTO: THM
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Die Mitglieder des "ECO2"-Projekts (v. l.) Johannes Struck, Erik Greß und Abteilungsleiter Jochen Stengel stellen den Energie- und Ressourcenbericht für 2019 vor. FOTO: THM

TH Mittelhessen wächst umweltschonend

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Gießen(pm). Mehr Studierende, mehr Fläche - die Technische Hochschule Mittelhessen wächst seit Jahren. Durch Modernisierung, Nachhaltigkeits-Controlling und energieeffizientes Bauen gelingt es der Hochschule dennoch, dass der Energieverbrauch konstant bleibt, das ausgestoßene CO2 sogar sinkt. Das zeigt der Energie- und Ressourcenbericht für 2019, den Dr. Jochen Stengel, Leiter des Facility Managements, vorgestellt hat. Die Analyse zeigt, dass die THM auch im Vergleich mit anderen hessischen Hochschulen gut dasteht.

Binnen fünf Jahren sind die CO2-Emissionen in Gießen und Friedberg zwar nur minimal zurückgegangen - von 2160 Tonnen im Jahr 2014 auf 2107 Tonnen im vergangenen Jahr. Aber: Die Zahl der Studierenden ist im gleichen Zeitraum um über 2700 gestiegen, die der Mitarbeiter um 90.

Land fördert Entwicklung

Die für Forschung, Lehre und Verwaltung genutzte Raumfläche ist gar um 13 Prozent auf 107.800 Quadratmeter gestiegen. Das ist vor allem auf das 2019 eröffnete Labor- und Technologiezentrum am Gießener D-Campus in der Gutfleischstraße zurückzuführen. Diese Gebäude alleine verbrauchen ausweislich des Ressourcenberichts im Jahr 850 MWh Strom - das sind zwölf Prozent des Gesamtbedarfs.

Strom ist mit 45 Prozent der Hauptenergieträger der THM. Dass er nur für 17 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich ist, liegt vor allem daran, dass seit Jahresbeginn 2017 ausschließlich Ökostrom bezogen wird. Zudem baut die THM den Anteil selbst erzeugter Energie aus, etwas durch ein Erdgas-Blockheizkraftwerk und durch mehrere Fotovoltaik-Anlagen: "Aktuell wurden und werden insgesamt vier neue Anlagen in Gießen und Friedberg mit einem Gesamtjahresertrag von über 200 000 kWh gebaut", sagt Stengel. Hinzu kämen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs bei Beleuchtung, Lüftung, Servern und persönlicher Einsatz zum Energiesparen.

Das Land Hessen fördert und fordert eine entsprechende Entwicklung. Es hat sich in seinem Integrierten Klimaschutzplan das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2025 um 40 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 vermindern. Zudem gilt die Vorgabe, bis zum Jahr 2030 eine CO2-neutrale Landesverwaltung zu haben.

Dass die THM daran einen guten Anteil leistet, zeigt der Blick auf Verbrauch und Ausstoß pro Person oder pro Quadratmeter: Es wird durchweg weniger Strom, weniger Wasser und weniger Fernwärme verbraucht als fünf Jahre zuvor - mit 2016 als Jahr der Trendwende. Beim Wasserverbrauch liegen Gießen und Friedberg bei nur einem Fünftel des Vergleichswerts aller Hochschulen im Land. Und während im Hessenschnitt jeder Quadratmeter bewirtschafteter Hochschulfläche einen CO2-Ausstoß von gut 29,2 Kilogramm bedeutet, sind es an der THM nur 19,5 Kilogramm. Der flächenbezogene CO2-Ausstoß wurde binnen drei Jahren um 64 Prozent reduziert.

Der Energie- und Ressourcenbericht ist online unter go.thm.de/energie abrufbar.

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