Danny Heilmann gibt gute Noten für Haselnuss-Nougat.
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Danny Heilmann gibt gute Noten für Haselnuss-Nougat.

Auf ein Eis mit…Danny

  • Christine Steines
    vonChristine Steines
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Auf keinen Fall etwas mit Banane. Bei der Frage nach kulinarischen Abneigungen muss Danny Heilmann nicht lange überlegen. "Ein Kindheitstrauma", sagt er und lacht. Und schon sind wir mitten in einer Art Deutschstunde: Die Mangelwirtschaft der DDR schaffte es alle paar Monate einmal, den Konsum seines Heimatdorfes in der Nähe von Chemnitz mit kubanischen Bananen zu beliefern. Jedes Familienmitglied bekam eine Banane zugeteilt, die musste der kleine Danny essen. Und manchmal sogar noch die der Eltern - weil die krummen Dinger so gesund sind. "Ich habe mich geekelt vor dem überreifen, matschigen Zeug", sagt der 35-Jährige.

Und das sagt ausgerechnet ein Sportler, der manchmal schnelle Energie braucht. Danny ist im Vorstand der LGV Marathon, 2013 ist er seinen ersten Marathon gelaufen, einige weitere folgten. Auf zwölf bis 13 Stunden Sport kommt er in der Woche, er läuft und fährt viel Fahrrad. "Ich bin gerne draußen, das trifft sich gut".

Es trifft sich ebenfalls gut, dass er sich als Sportler keine Gedanken über überflüssige Fettpolster machen muss. Denn die hätte Danny zweifellos, wenn er nicht so oft laufend unterwegs wäre. Er liebt nämlich Kuchen, und in dieser Hinsicht hat er nur die besten Erinnerungen an seine alte Heimat. Was kann so lecker sein wie Eierschecke? Doch nicht nur diese Spezialität können die Thüringer und Sachsen besonders gut, sondern Kuchen überhaupt, sagt er. Diese Vielfalt gebe es im Westen nicht.

Der 35-Jährige muss es wissen, denn er ist vom Fach. Bevor zum Studium der Ernährungswissenschaften nach Gießen kam, hat er eine Ausbildung zum Bäcker und nach vier Jahren Bundeswehr sogar seinen Meister gemacht. Das hat ihm immer Freude bereitet, doch ein Leben lang in diesem Job bleiben wollte er nicht.

Aber Lebensmittel und ihre Verarbeitung interessieren ihn, er kann sich gut vorstellen, nach Abschluss des Studiums im kommenden Jahr in der Qualitätssicherung einer Firma zu arbeiten. Wenn er dazu in Gießen oder zumindest der Region bleiben könnte, so würde ihm das gefallen, aber er ist offen für alles. "Gießen ist mein Zuhause, ich lebe gerne hier. Mal schauen, was die Zukunft bringt". Durch den Verein habe er schnell Freundschaften geschlossen, der Sport verbinde Menschen auf eine unkomplizierte Weise. Das sehe er auch beim Parkrun, bei dem er mitmache oder sich als Helfer engagiere.

Wer gerne Kuchen isst, sagt natürlich auch zum Eis nicht nein. Die Tradition der Eisdielen kennt er aus seiner Heimat eher nicht, dort waren es früher ebenfalls die Bäcker, die Eis selbst herstellten. Heute probiert er gerne mal neue Sorten aus. Weiße Schokolade und Haselnuss-Nougat waren eine gute Entscheidung.

Zum Glück ist noch keiner auf die Idee gekommen, die Trendsorten der Saison mit Bananen zu verfeinern.

(cg/Foto: cg))

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