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Mit Blick durch die VR-Brille

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BiZ-Leiter Gerrit Fischer ist unterwegs in einer virtuellen Berufs-Realität. © Oliver Schepp

Das BiZ erweitert sein Angebot: Nun kann man durch VR-Brillen einen Einblick in verschiedene Berufe erhalten. Doch ganz egal, ob digital oder analog: Das Berufsinformationszentrum steht jedem offen.

Wer früher mit der Schule das Berufsinformationszentrum (BiZ) besuchte, hat vielleicht folgende Erinnerungen: Eine Vielzahl an Zetteln mit Steckbriefen einzelner Berufe, die nach Hause mitgenommen werden konnten. Oder ein Test zur Berufswahl, bei der die Hälfte der Klasse das Ergebnis »Puppenspieler« erzielte. Eingeprägt hat sich; Das BiZ ist ein Ort, der sich an Jugendliche richtet, die den richtigen Beruf suchen.

Mit dieser Vorstellung möchte nun Gerrit Fischer aufräumen. Im April wird er die Leitung des Gießener BiZ nun zwei Jahre inne haben. »Das BiZ ist für alle«, unterstreicht er. Es stehe für lebenslanges Lernen und Menschen aller Altersklassen. Ganz egal, wo sie sich gerade im Berufsleben befänden.

Die digitale Welt sei eine Herausforderung. »Wir wollen alle dort abholen, wo sie stehen.« Und so gibt es neben den vielen digitalen Informationsmöglichkeiten vor Ort auch immer die Möglichkeit, sich analog zu informieren.

Von analog bis digital

Diese zweifache Arbeitsweise wird gleich im Eingangsbereich des BiZ sichtbar: Feedback-Bögen und Stifte liegen auf einem Tisch bereit, während direkt neben der Tür eine digitale Rückmeldung gegeben werden kann: Per Fingertipp kann man den zum eigenen Erleben passenden Smiley auswählen. Ebenfalls im Eingangsbereich befinden sich verschiedene QR-Codes, die Schüler in Not schnell auf entsprechende Hilfsangebote weiterleiten.

Und dann fällt sie ins Auge: Groß, dunkelhaarig und schlank ist sie und trägt eine VR-Brille. »Das ist Gabi BiZ, unsere stille Botschafterin«, stellt Fischer die Puppe vor. Gabi weist gerade auf das neueste Angebot des BiZ hin: Berufsinformation per VR-Brille.

In kurzen, circa dreiminütigen Videos haben Interessenten die Möglichkeiten, einen ersten Eindruck ihres Traumberufes zu erhalten. Egal, ob es um eine Ausbildung als Fachinformatiker, als Einzelhandelskaufmann oder einen der anderen der 260 Berufe geht: Der Träger der Brille wird von Azubis des jeweiligen Berufes angesprochen. Von ihnen bekommt er lebensnahe Einblicke von Arbeitsort und Arbeitsalltag vermittelt.

Auch wer einen Blick auf den Veranstaltungsplan des BiZ wirft, sieht die Bemühungen, digital und analog zu informieren. Zu 24 der 31 Veranstaltungen des ersten Halbjahres gibt es einen QR-Code, mit dem sich das Programm im Skype-Livestream verfolgen lässt.

Es gibt unterschiedliche Formate: Zum Beispiel den Info-Nachmittag, der sich an Erwachsene wendet und über Online-Möglichkeiten der Arbeitsagentur und Bewerbungsstrategien aufklären möchte. Oder den Tag der Bewerbung, der am 31. Januar stattfindet: Dabei erzählen Azubis, wodurch sie bei einer Bewerbung erfolgreich waren, und auf der anderen Seite Personalentscheider, worauf sie achten. Außerdem gibt es themengebundene Informationstage wie den Tag der Pflege oder des Verkehrs. Ebenso steht ein Elternabend Ende Juni auf dem Programm, der darüber informiert, wie man seinen Kindern bei der Berufswahl helfen kann. Eine vollkommen neue Erfahrung mit dem BiZ können Jugendliche am 17. März machen. Zum Ende der Woche der Ausbildung feiert das BiZ eine Party - BiZ-Clubbing heißt das neue Format zum Tanzen, Informieren und Begegnen.

Ein BiZ zum Tanzen und Begegnen

Fischer stellt sich vor, in entspannter Atmosphäre kleine Recherche-Aufgaben rund um die Berufswelt zu verteilen - wer sie löst, bekommt einen Softdrink aufs Haus. Vier Stunden soll das BiZ-Clubbing gehen.

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