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Die zentrale Verwaltung der Technischen Hochschule sitzt im früheren Gebäude des Land- kreises in der Ostanlage.

2,5 Mio. Euro für neue Professuren

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Gießen (pm). Die Lehrenden an der Technischen Hochschule dürfen sich auf neue Kolleginnen und Kollegen freuen: Der Antrag der Hochschule für das Bund-Länder-Programm »FH Personal« ist im November positiv beschieden worden, nun ist der Förderbescheid da. Insgesamt stehen der THM in den nächsten sechs Jahren rund 2,56 Millionen Euro für Maßnahmen zur Gewinnung und zur Steigerung der Attraktivität der Professuren zur Ver- fügung.

Von fünf hessischen Anträgen wurden vier positiv beschieden.

Drei Schwerpunkte vorgesehen

»Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) sind begehrt: Sie bilden als bedeutendes Scharnier zwischen Forschung und Lehre sowie der Wirtschaft seit Jahren stetig mehr junge Menschen aus. Zugleich kann die quantitative Entwicklung des Lehrpersonals mit der Entwicklung der Studierendenzahl kaum mehr Schritt halten«, begründet THM-Präsident Prof. Matthias Willems, zugleich Vorsitzender von Hessen HAW, den Bedarf an dem Programm. Die Hochschulen konkurrierten um hochqualifiziertes Personal mit der Wirtschaft, deren Partner sie zugleich in der Gewinnung von fachlich gut ausgebildetem Nachwuchs sind.

Mit dem zum Jahresende 2020 ausgelaufenen »Qualitätspakt Lehre«, über den die THM in den vergangenen Jahren ihr Programm »Klasse in der Masse« umgesetzt hat, war zuletzt der Mittelbau in der Lehre gestärkt worden. »FH Personal« nimmt hingegen gezielt die Gewinnung und Entwicklung von FH-Professorinnen und Professoren in den Fokus. »Wir freuen uns darüber, dass wir mit den Mitteln die neuartigen Wege beschreiten können, die wir in unserem Programm ›ProTHM‹ beschrieben haben«, erläutert Dr. Christina Zinecker, die das Referat Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs leitet und den Antrag mit einem Team aus verschiedenen Stellen an der Hochschule verfasst hat.

»Pro THM« baut auf drei Schwerpunkten auf: die Qualifizierung geeigneten Personals - insbesondere von Frauen - für eine Professur zu koor- dinieren und zu verbessern, neue Arten der Professuren zu etablieren und schließlich die Rahmenbedingungen zu verbessern, um den Einstieg attraktiver zu machen.

»Die Leistungsfähigkeit unserer Hochschule ist ganz besonders davon abhängig, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht«, sagt Willems. »ProTHM« leiste dazu einen entscheiden Beitrag. Etabliert werden soll etwa ein »Scouting«, das hochqualifizierte Nachwuchsforschende in der Region gezielt anspricht. Über neuartige »Shared-Professuren« will die THM es ermöglichen, eine fehlende Praxiserfahrung zu Beginn der Tätigkeit an der THM durch eine anteilige Tätigkeit in einem Unternehmen auszugleichen.

Neuberufene in Forschungsschwerpunkten der THM sollen zudem durch Lehrkräfte für besondere Aufgaben in ihren Lehrdeputaten entlastet werden können. So soll ihnen mehr Raum für die Forschung bleiben und bestehender Kontakt zu Unternehmen aufrechterhalten werden. Schließlich überzeugte die bundesweite Kommission das Vorhaben der THM, die Bleibemotivation von Neuberufenen zu stärken, indem ihnen etwa frühzeitig Programme zur kollegialen Beratung angeboten werden.

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