1,5 Millionen Euro für Medizinforschung

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Zum zwölften Mal hat die von Behring-Röntgen-Stiftung Fördermittel für medizinische Forschungsprojekte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg bewilligt. Über insgesamt 1,5 Millionen Euro für neun Forschungsvorhaben konnten sich die Begünstigten freuen. Stellvertretend für ihre Arbeitsgruppen nahmen die Projektsprecher kürzlich die Bewilligungsurkunden aus den Händen von Stiftungspräsident Friedrich Bohl an ihren Dienstorten entgegen.

Zum zwölften Mal hat die von Behring-Röntgen-Stiftung Fördermittel für medizinische Forschungsprojekte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg bewilligt. Über insgesamt 1,5 Millionen Euro für neun Forschungsvorhaben konnten sich die Begünstigten freuen. Stellvertretend für ihre Arbeitsgruppen nahmen die Projektsprecher kürzlich die Bewilligungsurkunden aus den Händen von Stiftungspräsident Friedrich Bohl an ihren Dienstorten entgegen.

Die Gelder stehen ab 2019 für Kooperationsprojekte mit gemeinsamer Beteiligung von Marburger und Gießener Wissenschaftlern sowie einzelne Forschungsvorhaben von Nachwuchswissenschaftlern bereit, die unter anderem an Themen aus den Bereichen Krebsforschung, Virologie und Immunologie arbeiten.

Außerordentliche Förderung erfährt das Lungenforschungszentrum UGMLC (Universities of Giessen and Marburg Lung Center). Das zuvor vom hessischen Forschungsförderprogramm LOEWE unterstützte Zentrum bündelt die experimentelle und klinische Lungenforschung in Gießen, Marburg und Bad Nauheim und ist eines der international führenden auf dem Gebiet der Erkrankungen der Lunge und der Atemwege. Durch die Unterstützung von zwei Projekten trägt die Von Behring-Röntgen-Stiftung dazu bei, die Verstetigung des Zentrums zu sichern.

Lungenkrebs hat eine der niedrigsten Überlebensraten aller Krebsarten, da die Tumoren schnell Resistenzen gegen klassische Chemotherapeutika entwickeln. Privatdozent Dr. Rakjumar Savai und sein Kooperationspartner Prof. Dr. Thorsten Stiewe wollen mithilfe von PDE-Inhibitoren neue Therapien für Tumorpatienten entwickeln, bei denen herkömmliche Behandlungsmöglichkeiten versagen. Ziel des mit 300 000 Euro geförderten Projektes ist es, die Prognose von Lungenkrebspatienten zu verbessern.

Bakterien oder Viren als Ursache

Ein erhöhter Kohlendioxidgehalt tritt oft bei Patienten mit akutem Atemnotsyndrom oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung auf. In beiden Fällen finden sich oft Bakterien oder Viren als Ursache oder Komplikation. Dr. István Vadácz und Prof. Dr. Bernd Schmeck wollen in ihrem Kooperationsprojekt die angeborene Immunabwehr in der Lunge untersuchen. Ihr Ziel ist es, den Einfluss des Kohlendioxidspiegels auf die Infektion mit Bakterien und Viren zu klären und langfristig die Grundlage für neue Therapiestrategien zu entwickeln. Das Projekt wird mit 300 000 Euro gefördert.

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