Mieterverein zur Wohnungspolitik

  • VonRedaktion
    schließen

Gießen (pm). Der Mieterverein habe seit Jahren vom Magistrat verlangt, dass bei Wohnungsbauvorhaben ab einer bestimmten Größe (50 Wohnungen) eine »Sozialquote« beim Investor durchgesetzt werde. Das heißt, 15 bis 20 Prozent der zu errichtenden Wohnungen sollen öffentlich gefördert sein, mit begrenzter Miethöhe (Preisbindung) und Belegungsbindung. »Das geschieht in vielen Städten schon länger, aber leider nicht in Gießen,« heißt es in einer Presseerklärung des Vereins.

Wie jetzt aus der Antwort der Oberbürgermeisterin Grabe-Bolze (SPD) auf die Anfrage einer Stadtverordneten hervorgehe, sei von 2016 bis heute keine einzige Sozialwohnung auf diesem Weg entstanden. Quasi als Entschuldigung dafür verweise die OB darauf, dass ja diverse Sozialwohnungen neu erstellt worden seien. Es handele sich dabei um insgesamt 60 Wohneinheiten, die von der Wohnbau Gießen errichtet wurden.

Beim Mieterverein sagt man dazu, diese 60 Wohnungen seien ohnehin geplant gewesen. »Wir hoffen, dass die Forderung nach einer Sozialquote in den aktuellen Wahlprogrammen SPD, CDU und Grünen nicht inhaltsleere Ankündigungen sind«, schreibt der Vorsitzende Stefan Kaiser.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare